Informationen zur Präsentationsprüfung am Starkenburg-Gymnasium

Informationen zur Präsentationsprüfung am Starkenburg-Gymnasium

Eine Präsentation ist ein medienunterstützter Vortrag mit anschließendem Kolloquium; auch naturwissenschaftliche Experimente sowie musikalische oder künstlerische Darbietungen können Bestandteile einer Präsentation sein.

Die Präsentation kann auch fachübergreifende Themenstellungen umfassen, muss aber den Schwerpunkt in dem von dem Schüler/der Schülerin gewählten Fach haben.

Was verlangt eine Präsentation? Was lernt man durch eine Präsentation?

Sie erfordert selbstständiges Lernen, die adressatenbezogene Ausarbeitung eines begrenzten Themas, unterschiedliche Arbeitstechniken und Vortragsmethoden sowie den Umgang mit einem mittelfristigen Zeitmanagement. Die Präsentation bereitet den Prüfling damit sowohl auf Anforderungen in der mündlichen Abiturprüfung als auch auf mündliche Hochschulprüfungen und auf entsprechende Situationen in der Ausbildung und im Berufsleben vor.

Antragstellung

    Der Prüfling entscheidet sich im Rahmen der Abiturmeldung Anfang Februar, ob er in seinem fünften Prüfungsfach eine Präsentation machen möchte. Dazu muss er das Fach und den Prüfer/die Prüferin festlegen. Mit einer Präsentation kann die Prüfungsverpflichtung in den Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache oder Naturwissenschaft oder Informatik abgedeckt werden. Eine Präsentation kann jedoch nicht (anders als bei der Besonderen Lernleistung) in einem der ersten vier Prüfungsfächer gewählt werden.

    Der gewählte Prüfer/die gewählte Prüferin kann die Durchführung einer Präsentationsprüfung nicht ablehnen.

Aufgabenstellung

    Das Thema und die Aufgabenstellung der Präsentation legt der Prüfer/die Prüferin fest und zwar, wie bei den mündlichen Abiturprüfungen auch, ohne Rücksprache mit dem Prüfling. Grundlage der Aufgabenstellung ist der Lehrplan der Qualifikationsphase bis zum Aushändigen der Aufgabe. In der Formulierung der Aufgabenstellung müssen ein kursübergreifender Bezug und die drei Anforderungsbereiche (mit einem Schwerpunkt im AFB II) erkennbar sein. Die Aufgabe kann auch fachübergreifend sein. Im Übrigen sind die fachspezifischen Prüfungsanforderungen der einzelnen Fächer zu beachten.

    Der Prüfer/die Prüferin erstellt die Aufgabe im Benehmen mit dem zuständigen Fachbereichsleiter. Am Tag nach der letzten schriftlichen Abiturprüfung übergibt und erläutert der Prüfer/die Prüferin dem Prüfling die Aufgabe und informiert ihn über Maßnahmen im Täuschungsfall (§ 33 VOGO). Eine weitere Beratung des Prüflings ist nicht zulässig.

Medieneinsatz

    Der Prüfling ist über die in der Schule vorhandenen technischen Möglichkeiten eines Medieneinsatzes für die Präsentation zu informieren. Dies sind derzeit: PC oder Laptop mit Beamer/Smartboard und Software, Whiteboard, Overhead-Projektor und Folien, Diaprojektor, Flippchart, Kartenmaterial, Wandtafel. Hinzu kommen fachspezifische Medien, über die die Fachlehrer Auskunft geben.

    Der Prüfling sollte sich frühzeitig mit den medialen Möglichkeiten an der Schule vertraut machen, um sich gezielt für ein bestimmtes Medium entscheiden zu können. Die benötigten Medien und technischen Hilfsmittel sollten unbedingt rechtzeitig vor der Prüfung in der Schule ausprobiert werden. Auch der plötzliche Ausfall technischer Geräte ist einzuplanen.

    Nach Abschluss der Prüfung verbleiben die verwendeten Folien, Plakate etc. bei den Prüfungsakten.

Ablaufplan

Die Bearbeitungszeit für die Präsentation beträgt mindestens vier Schulwochen. Spätestens eine Woche vor dem Kolloquium ist dem Prüfer/der Prüferin eine schriftliche Dokumentation über den geplanten Ablauf der Präsentation in dreifacher Ausfertigung vorzulegen.

Der Ablaufplan muss folgende Punkte enthalten:

• Name und Vornamen des Prüflings
• Name des Prüfers und Fach
• Die vollständige Aufgabenstellung
• eine thematische Gliederung und Thesen des Vortrags
• Rechenergebnisse (in Mathematik)
• Das methodische Vorgehen beim Erarbeiten der Präsentation
• Den Ablauf der Präsentation
• Verwendete und benötigte Medien
• Verwendete Quellen, Materialien und Hilfsmittel
• Unterschrift des Prüflings

Außerdem kann der Prüfling auch schon Kopien der geplanten Folien mit einreichen.

Der Ablaufplan geht nicht mit in die Bewertung ein. Er dient zur Vorbereitung des Kolloquiums. Er muss deshalb inhaltlich aussagekräftig sein.

Die fristgerechte Abgabe des korrekten Ablaufplans wird dem Prüfling von dem Prüfer/der Prüferin attestiert. Eine nicht vollständige oder nicht fristgerechte Abgabe des Ablaufplans kommt einer Nichtabgabe gleich.

Kolloquium

Die Präsentationsprüfungen können vor den mündlichen Abiturprüfungen stattfinden. Die 30-minütige Prüfung gliedert sich in zwei Teile: die 15-minütige selbstständige Präsentation und das 15-minütige Prüfungsgespräch (Kolloquium). In diesem Teil muss der Prüfling zeigen, in welchem Maß er/sie das Thema geistig durchdrungen hat.

Vor dem Kolloquium sorgt der Prüfer/die Prüferin dafür, dass die benötigten Hilfsmittel und Medien zur Verfügung stehen.

Zur Prüfungskommission gehören der Prüfer/die Prüferin, eine Lehrkraft für das Protokoll und der Fachbereichsleiter als Vorsitzender. SchülerInnen der Jgst. 12 können als Gäste zugelassen werden.

Spätestens drei Tage vor der Prüfung erhalten die Fachausschussmitglieder vom Prüfer/der Prüferin:

• die Aufgabenstellungen
• ein Exemplar der Dokumentation
• den Erwartungshorizont

Der Prüfling gibt zu Beginn der Prüfung Kopien, Ausdrucke etc. sowie ein in digitaler Form gespeichertes Archivexemplar seiner Präsentationsfolien ab und bestätigt durch seine Unterschrift, dass er

• sich gesund fühlt und
• keine anderen Quellen oder Hilfsmittel als die im Ablaufplan genannten verwendet hat.

Kriterien der Bewertung
Für die Bewertung einer Präsentation sind in erster Linie der Inhalt der Präsentation und des Prüfungsgesprächs entscheidend. Aber auch die Qualität des Vortrags und der angemessene Umgang mit den gewählten Medien sind bei der Beurteilung heranzuziehen.

Abgesehen von fachspezifischen Aspekten (z.B. in den Fremdsprachen) werden folgende Kompetenzen bewertet:

Fachkompetenz (Leitkompetenz)

• Durchdringung und differenzierte Darstellung
• Strukturierung und Herausarbeiten von Kernthesen

• exemplarisches Vorgehen
• Darstellung und Begründung der Vortragsgliederung
• Kritische Auswertung der Materialien und Quellen unter
• Anwendung fachspezifischer Kenntnisse
• Schlüssigkeit der Argumentation und Präzision der Darstellung
• Grad der Eigenständigkeit und Originalität bei der Lösungsfindung
• Angemessenheit des sprachlichen Ausdrucks und der Verwendung der Fachsprache
• Begründung und Reflexion der Vorgehensweise
• Einbeziehen von Alternativen
• Fähigkeit zu eigener begründeter Stellungnahme und Wertung
• Nachvollziehbarkeit und Intensität der Recherche
• Anwendung fachspezifischer Methoden

Medienkompetenz

• Angemessenheit und Reflexion der Medienwahl
• sachgerechter Umgang mit den verwendeten Medien
• Zeitmanagement
• Kreativität und Originalität in der Methoden- und Medienwahl
• reibungsloser Verlauf der Präsentation

Kommunikationskompetenz

• freies Vortragen
• Verständlichkeit
• sach- und adressatenbezogener Vortragsstil
• Einbringen der eigenen Person
• Dialogfähigkeit und Flexibilität
• Kritik- und Reflexionsfähigkeit

Beurteilung

Im Anschluss an das Kolloquium legt der Fachausschuss das Prüfungsergebnis fest. Präsentation und Kolloquium werden als Ganzes bewertet, es gibt keine Gewichtung der beiden Teile. Eine positive Bewertung ist nicht möglich, wenn sich während des Kolloquiums herausstellt, dass der Prüfling die Thematik seiner Arbeit ungenügend beherrscht.

Kann sich der Fachausschuss nicht auf eine Benotung einigen, legt der Vorsitzende die Note in freier Entscheidung fest.

Wird die Präsentation mit null Punkten bewertet (z.B. bei Täuschungsversuch durch Plagiat), ist das Abitur nicht bestanden.
Das Ergebnis der Präsentation wird dem Prüfling zusammen mit den Ergebnissen der mündlichen Abiturprüfung bekannt gegeben.

Hinweis