Schüleraustausch: Simferopol auf der Krim, Ukraine

Tagebuch der Fahrt nach Simferopol‘

Mit dabei waren:

Herr Bauer, Frau Vogel, Vera Dembitskaya, Marina Vrba, Yvonne Berg, Katarina Galic, Janina Horlebein, Gregor Deichmann, Anna Pidan, Jana Bugaewa, Jeanine Beermann, Hannah Bielke, Judith Lübbert, Sabrina Wohlfart, Ralph Endres, Steffen Beiwinkel, Benjamin Koob, Juan Unterstenhöfer, Johannes Deichmann, Georgi Kloß, Wolfram Haaf, Simon Niewiadomski, Fabian Schäffauer, Sabine Brunnengräber, Carolin Meng, Ekatharina Bellon

Liebes Tagebuch…

Dienstag, 20.06.2006:
Heute ging es los! Ich war schon ganz aufgeregt! Wir trafen uns um 13Uhr am Bahnhof in Heppenheim. Viele aus der Gruppe kannte ich noch gar nicht. Unsere Gruppe war bunt gemischt und bestand aus Leuten der 9., 10., 11. und 12. Klasse. Um Punkt 14Uhr fuhren wir mit der Regionalbahn Richtung Frankfurt los. Erste Hürde war das Gepäck irgendwie im Zug zu verstauen, wobei wir noch von den Eltern unterstützt wurden. Im Zug wurde dann schon mal das erste Essen ausgepackt und Vera schmiss eine Runde Kirschen.

In Frankfurt musste sich unsere Gruppe dann leider teilen, die erste Gruppe fuhr direkt weiter nach Berlin, die zweite Gruppe hatte eine Stunde Aufenthalt in Frankfurt und kam dann nach. Die vier Stunden bis nach Berlin vergingen wie im Fluge, während wir gespannt das Fußballspiel Deutschland gegen Ecuador im Zugradio verfolgten. In der Bundeshauptstadt angekommen, genossen wir das letzte westliche Essen: bei Mc Donalds natürlich! Um 21 Uhr hieß es dann einsteigen in den ukrainischen Zug bei 30°C Außen- sowie Innentemperatur!!!! Dieser doch sehr andere Zug war erst einmal ein Schock für die Ukraine-Neulinge aber nach kurzem Chaos und wer mit wem in ein Abteil ginge, war alles okay!

Kurze Zeit später nach diesem doch recht anstrengenden aber interessanten Tag lagen alle in ihren Bettchen und hoppelten im Zug der Ukraine entgegen!

Mittwoch, 21.06.2006:
Schon der zweite Tag unserer Reise ist erreicht! Gerade erwacht und voller Elan versuchten wir uns etwas mit Mineralwasser abzukühlen, denn duschen konnten wir erst wieder in der Ukraine. Um uns bei Laune zu halten, spielten wir Karten, Bop-it oder überlegten, wie wohl unsere Gastfamilien sein würden.

Doch dann passierte ein kleines Drama: Kata, ein Mädchen aus unserer Gruppe hatte keinen deutschen Pass und brauchte daher ein Visum. Zusammen mit Frau Vogel musste sie zurück nach Warschau fahren um dort nachträglich ein Visum zu beantragen und kam zwei Tage später nach. Die Stimmung in der Gruppe war dementsprechend mies. Zudem war es ein heißer Tag und alle verabschiedeten sich früh in ihre Abteile. Noch ein weiterer Tag bis zur Ankunft in Simferopol´ erwartete uns…

Donnerstag, 22.06.2006:
Letzter Tag im Zug! Nur noch wenige Stunden bis Simferopol‘! Langsam wurden wir echt kribbelig, was würde uns erwarten? Kaum einer kannte die Gastfamilie, zu der er kommen würde. Mittlerweile hatte man sich auch an das Geschaukel des Zuges gewöhnt. Um ca. 16.30 Uhr erreichten wir den Bahnhof der Krim-Hauptstadt. Kurzes Kennenlernen der Familien und schon verstreute sich unsere Gruppe in alle Winde. Der restliche Nachmittag wurde in den Familien verbracht: Abendessen, Gastgeschenke verteilen und die neue Umgebung beschnüffeln. Am Abend trafen sich dann noch manche in unserer Stammdisco, dem „Metro“.

Freitag, 23.06.2006:
Heute stand der 1. Ausflug an: der Große Canon der Krim! Für uns ein echtes Abenteuer, denn es ging über Flüsse, Stock und Stein und so mancher bekam nasse Füße. Erholen durften wir uns an der „Wanne der Jugend“ und unser Führer wagte sogar einen Sprung in das 10°C kalte Wasser. Am Nachmittag ging es dann zurück, Abendessen in der Gastfamilie und dann Treffen im Metro!

Samstag, 24.06.2006:
Bachtschissaraj, so hieß unser heutiges Ausflugsziel. Im Mittelpunkt stand der Khan-Palast der Stadt, sowie die Höhlenstädte Tschufut-Kale. Bei ca. 30°C wanderten wir hoch zu einem orthodoxen Kloster und weiter zu den Höhlen. Nach 2 Tagen Wanderung waren wir schon ein bisschen platt, aber noch fit genug, um es in die Disco zu schaffen und dort neue Bekanntschaften zu machen.

Sonntag, 25.06.2006:
Familientag! Für die meisten war heute Strand angesagt und Baden im Schwarzen Meer. Andere hingegen besuchten die berühmten Marmorhöhlen der Krim oder gingen shoppen in der Innenstadt. Am Abend traf man sich in der Bar „Doktor Nagval“, um über das Erlebte zu berichten.

Montag, 26.06.2006:
Heute ging es früh los in unser Pensionat am Meer, im Küsten- und Kurort Hursuf. Aufgrund der hohen Außentemperatur fanden wir uns alle auch recht bald im Meer wieder. Zwar war das Essen im Pensionat nicht nach unserem Geschmack, das störte jedoch kaum jemanden, da man von der reichhaltigen Auswahl am Strand Gebrauch machen konnte. Am Abend relaxten wir am Strand oder spazierten an der Uferpromenade.

Dienstag, 27.06.2006:
Die Kurstadt Jalta stand heute auf dem Programm mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie dem Schwalbennest und dem Livadija-Palast. Danach war shoppen an der Uferpromenade und dem „Schwarzmarkt“ angesagt. Viele genossen auch das westliche Essen bei McDonalds am Leninplatz: „Endlich mal wieder etwas Normales zu essen!“ Dann, zurück im Pensionat, eine kleine Katastrophe: Hochwasser in einem Zimmer unserer Mädels! Mit Hilfe von Bechern, Plastikflaschen und Handtüchern versuchten wir das Wasser zu beseitigen, was uns auch halbwegs gut gelang! Nach dem 1. Schock war es dann doch nicht so schlimm es aussah und am Abend konnten wir uns gemütlich an den Strand setzen.

Mittwoch, 28.06.2006:
Hursuf sollte heute erkundet werden. Wichtig natürlich Tschechovs Datscha, sowie die schöne Altstadt des 6000 Seelendorfes. Danach ging es sofort wieder an den Strand. Denn was gibt’s auch Schöneres als sich bei mind. 30°C im Schatten im kühlen Nass abzukühlen? Der Abend wurde abgerundet von einem gemütlichen Chill-Out am Strand.

Donnerstag, 29.06.2006:
Leider mussten wir heute unser schönes Pensionat verlassen. Aber bevor wir nach Simferopol‘ zurückkehrten besuchten wir den Massandra-Palast in der Nähe von Jalta. Weil wir wie immer ein wenig zu früh ankamen, genossen wir einen kurzen Aufenthalt in einem Park in Simferopol‘.

Freitag, 30.06. 2006:
Letzter Ausflugstag mit kleinen Hindernissen! Auf unserem Weg zu der Festung von Sudak platzte unserem Bus ein Reifen! Der Busfahrer blieb jedoch relativ gelassen, wechselte den Reifen und eine Stunde später fuhren wir weiter! Da wir viel Zeit verloren hatten, beschränkten wir uns auf eine Führung in Sudak und einen kurzen und letzten Besuch am Meer mit Banana Boot fahren. Zurück in Simferopol‘ schauten wir alle zusammen das Spiel Deutschland gegen Argentinien und feuerten die deutsche Nationalmannschaft an!

Samstag, 01.07.2006:
Der letzte Tag in den Gastfamilien. Heute ging es noch einmal shoppen und Souvenirs einkaufen. Für 14 Uhr war unser Abschlussnachmittag angesetzt, mit Showeinlagen, Tanz und Verköstigung. Natürlich wurde der letzte Abend auch in der Disco verbracht.

Sonntag, 02.07.2006:
„Time to say good bye!“ Heute hieß es Abschiednehmen. Aber vorher schnell noch Duschen, denn im Zug würde man 2 Tage ohne auskommen müssen! Letzte Sachen noch in den Koffer packen, denn schon um 2 Uhr trafen wir uns am Bahnhof. Es flossen sogar Tränen…

Um die Langeweile im Zug zu bekämpfen wurde Karten gespielt, geredet, sich gegenseitig massiert und viel gegessen und geschlafen.

Montag, 03.07.2006:
Nichts Ereignisreiches. Ein kurzer Stopp in Kiev, um das letzte ukrainische Geld los zu werden und das letzte Mal billig einzukaufen!

Dienstag, 04.07.2006:
Deutsche Grenze! Um 6 Uhr erreichten wir nach 2 Wochen wieder heimischen Boden. Und um ca. 7 Uhr waren wir in der Landeshauptstadt. Mit dem ICE ging es zurück nach Frankfurt, von dort aus weiter mit der Regionalbahn weiter nach Heppenhein, wo wir uns um 14 Uhr schweren Herzens trennten. Aber wir würden uns ja bald wieder sehen….