Schüleraustausch: College Charles Peguy in Le Chesnay

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Seit 1976 besteht eine Schulpartnerschaft zwischen dem „Collège Charles Péguy“ in Le Chesnay und dem Starkenburg-Gymnasium Heppenheim. Alljährlich reisen Schüler der 8. Klassen im Frühling nach Frankreich. Gegen Ende des Schuljahres kommen ihre französischen Austauschpartner zum Gegenbesuch nach Heppenheim.

Das „Collège Charles Péguy“ ist kein Gymnasium, sondern eine vierklassige Gesamtschule. Alle französischen Schulkinder durchlaufen eine solche Schule, in der ganztägig unterrichtet wird. Unsere Partnerschule liegt vergleichsweise zentral in Le Chesnay, einer Stadt des gehobenen Bürgertums, die mit Heppenheim verschwistert ist.

Reizvoll an Le Chesnay ist aber weniger die Stadt selbst als ihre Lage: Von der Schule aus sind der Park und das Schloss von Versailles zu Fuß erreichbar – der Schlosspark grenzt direkt an die Stadt. Außerdem befindet sich Le Chesnay nur wenige Kilometer westlich von Paris: Die französische Hauptstadt liegt ihr geradezu zu Füßen!

Diese wahrlich einmalige Lage beeinflusst die Gestaltung des Austauschprogramms: Neben dem Besuch von Schule und Unterricht stehen darin in der Regel an erster Stelle die UNESCO-Weltkulturerbestätten Versailles, Notre-Dame, Louvre, Eiffel-Turm, aber auch Montmartre, Champs-Elysées, Centre Pompidou, zuweilen Ausflüge (z.B. zum Garten des Impressionisten Claude Monet in Giverny am Unterlauf der Seine), auf dem Hin- oder Rückweg immer die Besichtigung der Kathedrale von Reims, Krönungskirche der französischen Könige und Schauplatz der deutsch-französischen Aussöhnung (Adenauer/ der Gaulle).

Das Besuchsprogramm der französischen Gäste im Sommer nutzt die günstige geografische Lage der Kreisstadt: Eine Wanderung in Odenwald (Fürstenlager – Felsenmeer), eine Rheinfahrt (Bingen-St.- Goar, UNESCO- Weltkulturerbe), der Besuch einer romantischen (Heidelberg) und einer modernen Stadt (Frankfurt) stellen ein Angebot dar, das den Vergleich nicht zu scheuen braucht.

Die Partnerschaft mit dem „Collège Charles Péguy“ ist nicht nur die älteste, sondern auch die erfolgreichste, wenn man die Zahl der Teilnehmer in Betracht zieht. Der Austausch ist jedoch vor allem deshalb ein Erfolg, weil Tausende junger Menschen die Erfahrung einer lebendigen Fremdsprache machen, deren Bedeutung völlig unterschätzt wird. Der „Durchschnittsdeutsche“ begnügt sich in der Regel mit Englisch (einer Sprache, die inzwischen sogar seine Muttersprache in Bedrängnis bringt), merkt aber bald, dass er – der „Reiseweltmeister“ – weder die (häufig verregneten) britischen Inseln noch die Fernziele USA, Kanada, Australien oder Neuseeland ansteuern kann oder will, sondern in der „Nachbarschaft“ reisen, vielleicht sogar arbeiten möchte, und muss zu seinem Leidwesen feststellen, dass die europäischen Metropolen – Strasbourg (F), Luxembourg (L), Bruxelles (B) oder Genève (CH) – in französischsprachigen Ländern liegen. Ein Blick in die Hochtechnologie (Airbus, Ariane – die Rakete startet in Französisch-Guyana in Südamerika, das Kontrollzentrum steht in Darmstadt) oder in den Sport (An der Fußballweltmeisterschaft 2006 nahmen z.B. die französischsprachigen Länder „Côte d’Ivoire“ – Elfenbeinküste – oder „Tunisie“ – Tunesien teil.) lehrt ihn zudem, dass Französisch nicht nur die Sprache unserer nächsten Nachbarn, sondern eine weltweit verbreitete Sprache ist, die deshalb zu Recht als 2. Weltsprache gilt.

In den Jahren nach dem Austausch können die Schüler ihre Sprachkenntnisse dadurch verbessern, dass sie den Kontakt zum Nachbarland, besonders natürlich zu ihren Austauschpartnern pflegen und dass sie einen weiteren Aufenthalt in Le Chesnay (z.B. im Rahmen eines Praktikums) oder/ und die Mitgliedschaft im Freundeskreis Heppenheim – Le Chesnay, der seit 1991 besteht, in Betracht ziehen.