Das Konzept LiNK – Lernen in Notebook Klassen

Das Konzept LiNK („Lernen in Notebook-Klassen“)

(verabschiedet in den Gremien der Schule im Schuljahr 2008/2009)

Das vorliegende „LiNK“ – Konzept zum Lernen in Notebook-Klassen spiegelt den Stand der Entwicklung und die für die Zukunft geplanten Schritte zur Weiterentwicklung des Starkenburg-Gymnasiums in seiner Funktion als Pilotschule für den Einsatz Neuer Medien. Es basiert auf dem Ziel einer umfassenden berufs- und studienvorbereitenden Medienerziehung unserer Schülerinnen und Schüler und der Hinführung zu einem reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit den Chancen und Risiken des Mediums. Das bedeutet nicht, dass der Computer im Unterricht möglichst viel eingesetzt wird. Vielmehr soll er immer dort sinnvoll und mit Bedacht Anwendung finden, wo er klassischen und traditionellen Unterrichtsmethoden überlegen ist, weil er die Lernprozesse erleichtert und die Motivation steigert. Die Notebooks sollen von den Lernenden als persönliches Arbeitsgerät eingesetzt werden können und somit ermöglichen, dass der individuelle Lernprozess ebenso wie die Unterrichtsergebnisse und -materialien jederzeit verfügbar dokumentiert und gespeichert werden können. Über diesen Zugang zum Computer, bei dem dieser als Arbeits- und Lerninstrument und nicht als Spielzeug erfahren wird, streben wir zudem eine Einstellungsänderung im Umgang mit den Neuen Medien an. Deshalb werden den Schülern und Schülerinnen für ihre schulisch genutzten Geräte keine Administratorenrechte eingeräumt. Eine passwortgeschützte, virtuelle Lernplattform ermöglicht den Zugriff auf bereitgestellte Materialien über das Internet.

Mit dem vorliegenden Konzept verfolgen wir das Ziel der schrittweisen flächendeckenden Einführung und Nutzung von – im Idealfall – persönlichen Notebooks im Unterricht durch alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 bis zum Abitur. Während der Übergangszeit wird diese Umstellung ausgerichtet an den vorhandenen Ressourcen, wie z.B. der Unterstützung bei der Anschaffung der Rechner durch Eltern, den Schulträger und eventuelle Sponsoren, sowie des schulinternen Entwicklungsprozesses, der sich am Stand der Fortbildung des Kollegiums, des Sammelns und Bereitstellens entsprechender fachdidaktischer und -methodischer Materialien auf der virtuellen Lernplattform und der jeweiligen pädagogischen Erfahrungen orientiert. Wir verstehen uns vor allem in diesem Zusammenhang als „lernende Schule“, in welcher der Unterricht mit Notebooks und alle damit verbundenen Entwicklungen trotz aller bisher erreichten Fortschritte weiter erprobt, in seinen Auswirkungen regelmäßig evaluiert und reflektiert weiterentwickelt werden muss.

Das Notebook-Konzept umfasst im Einzelnen folgende Aspekte:

Legende:

Normale Schrift: bereits realisiert

Kursive Schrift: in Arbeit, teilweise realisiert

Unterstrichen: in Planung, noch nicht realisiert

 

 

Lehrerfortbildung

  • Einmal wöchentliche „Erste Hilfe“ in der Mittagspause
  • Pro Jahr vier verpflichtende Nachmittags-Fortbildungen:

1) „it’s learning“

2) technische Grundlagen

3) pädagogische Grundlagen

4) fachübergreifende Software

  • Fachdidaktische Fortbildungen („Fachtage“)
  • Verpflichtende Fortbildung (ein- bis zweitägig) für alle neuen Kolleginnen und Kollegen in der zweiten Schulwoche nach Einstellung
  • Fakultative Fortbildungen
  • Erstellung eines schulspezifischen Handbuchs für den Notebook-Einsatz
  • Pro Jahr ein zusätzlicher pädagogischer Tag (Antrag ans Staatliche Schulamt im Rahmen von Comenius Regio, Antrag an die Schulkonferenz)
  • Fortbildungen an der Schule für interessierte Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen

 

Schülerqualifizierung

  • Schulung zum Informationstechnischen Assistenten (ITA)  mit Abschlusszertifikat
  • Vorbereitende IT-AG für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 im Rahmen des Ganztagesangebots
  • Verpflichtende Informationsveranstaltung zum Thema Internetsicherheit (Datensicherheit, sicheres Surfen etc.) in den ersten Schulwochen der Jahrgangsstufe 7
  • Möglichkeit zur dreijährigen IT-Berufsausbildung in Kooperation mit der Odenwaldschule
  • Möglichkeit zum Ablegen des ECDL (Europäischer Computerführerschein) ab der Jahrgangsstufe 8

 

Kommunikation und Organisation

  • it’s learning“ (allumfassende virtuelle Lernplattform für Schüler, Lehrer und Eltern)
  • Regionale, nationale und internationale Kooperationspartnerschaften
  • Beantragung der Anerkennung zur „Modellschule“ mit entsprechender Ressourcenzuweisung durch das HKM

 

Pädagogik

  • Missbrauchs-Prävention (Kooperation mit der Polizei, Themenelternabende etc.)
  • Vierteljährlicher Eltern-Gesprächskreis
  • Übernahme von Verantwortung durch die Mitglieder der ITA
  • Beratung von Eltern für Eltern
  • Administration der Notebooks
  • Regeln und Sanktionen
  • Sitzordnung und Raumgestaltung
  • Pädagogische Software („SynchronEyes®“)

Technik

  • Support (DELL, SCV – Kreis Bergstraße)
  • IT-Beauftragte des Starkenburg-Gymnasiums
  • ITA (zehn Schüler der informationstechnischen Assistenz)
  • Beratung von Eltern für Eltern

 

Finanzielle Rahmenbedingungen

  • Leasingvertrag
  • Sozialfonds
  • Umfangreiche schuleigene Notebook-Pools (für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler)
  • Bereitstellung von Notebooks innerhalb des GTA-Angebots (für USB-Stick-Nutzer)
  • Stipendien bzw. Sponsoring

 

Evaluation

  • Eltern-, Lehrer-, Schülerfragebögen am Ende der Jahrgangsstufe 8
  • Standardisierte Tests der Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 7 im Hinblick auf Kenntnisse in Microsoft Office® (s. Schulprogramm)
  • Wissenschaftlich begleitete Untersuchung der Lernfortschritte innerhalb des Notebook-Unterrichts

 

Fachdidaktik

  • Umfassende Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf besondere Prüfungsformen im Abitur (besondere Lernleistungen, Präsentationsprüfungen)
  • Fachspezifischer Einsatz der Smartboards®
  • Verbindliche, fachspezifische Festlegung der Ordnerstruktur auf den Notebooks
  • Regelmäßige jahrgangsbezogene, fachspezifische Abstimmung und Dokumentation der Inhalte und Methoden des Notebook-Einsatzes in den Fachkonferenzen
  • Vernetzung mit dem Methodenkonzept des Starkenburg-Gymnasiums
  • Einbindung des Gesamtkonzepts in die LIV-Ausbildung unserer Schule
  • Zusammenarbeit mit Ausbildern des Studienseminars Heppenheim
  • Digitale Umstellung der Schulbücher in Kooperation mit den Schulbuchverlagen
  • Einrichtung eines oder mehrerer Schulbuch-Depots in der Schule im Rahmen des Fachraumkonzepts

 

Öffentlichkeitsarbeit

  • Elterninformationsabende
  • Präsentation auf der Homepage
    • Grundkonzept
    • Chronik
    • Beratung der Eltern durch Eltern (inkl. FAQ)
    • Medienberichte
    • Präsentation besonders gelungener Schülerarbeiten im Notebook-Unterricht
    • Links
    • „Tage der Offenen Tür“
    • Vorstellung des Konzepts an anderen Schulen
    • Information von Schülern für Schüler, die in die Jahrgangsstufe 7 kommen