Im Starkenburg-Gymnasium kehrt der Frühling ein

Beim alljährlichen Frühjahrskonzert brachten nicht nur die Außentemperaturen die Aula zum Kochen

HEPPENHEIM: „Es war ein schöner und unterhaltsamer Abend mit Pepp!“. So beschreibt die 16 Jahre alte Schülerin Svenja Knapp das diesjährige Frühjahrskonzert des Starkenburg-Gymnasiums und jubelt den Musikern zu. Wie  jedes Jahr musizierten am Donnerstag (10.) viele verschiedene Schülergruppen in der voll besetzten Aula und heizten die Halle mit lauter Musik- und Gesangseinlagen auf. Als erstes traten die Jungs und Mädchen der schon fast Kult gewordenen Big Band unter der Leitung von Hans-Friedrich Schneeweiss auf die Bühne. Schon  der erste Titel „Mack The Knife“ von Kurt Weill brachte das Publikum zum applaudieren, Schneeweiss dirigierte wie immer mit vollem Körpereinsatz und wahrer Leidenschaft für Musik. Bei dem Stück „Summertime“ von Georg Gershwin fiel besonders der Schüler Phillip Graf auf, der gekonnt ein Solo auf seinem Saxophon spielte und noch während des Liedes viel Applaus vom Publikum erntete. Graf, wie auch Andreas Englert an der Trompete traten mehrmals deutlich aus der Band hervor um ihr außerordentliches Können unter Beweis zu stellen. Bei Pablo Beltran Ruiz‘ Musiktitel „Sway“, legte schließlich Josephine Aden ihr Instrument weg und sang stimmgewaltig zur Musik der Band, ihr gebührte der erstmals lauteste Jubel des Abends. Mit dem flotteren Titel Spinning Wheel (Blood Sweat and Tears/ David Clayton Thomas) beendete die Big Band ihren Auftritt und sorgte nochmals für gute Stimmung in der nun aufgeheizten Aula.

Nach kurzer Umbauaktion kündigte die Moderatorin des Abends, Franziska Larisch, den Comenius Chor, unter der Leitung des Musiklehrers Bernhard Godbersen an. Das Motto des diesjährigen Auftrittes war „Hinter Gittern“, dementsprechend sahen die vierzehn Sängerinnen und zwei Sänger mit gestreiften Klamotten wie Häftlinge aus. Die Oberstufenschüler, präsentierten mehrere bekannte Titel wie „They Don’t Care About Us“ von Micheal Jackson, wobei sie nicht nur sangen sondern auch Rythmen klatschten, was sehr abwechslungsreich war. Erneut sang Josephine Aden, diesmal den Titel „Rumour Has It“ und klang dabei (fast) wie Adele selbst. Die Übergänge von Lied zu Lied geschahen ohne Pausen und wurden durch Showeinlagen und Schauspielerei zu echten Hinguckern. Dementsprechend laut viel auch der Jubel am Ende des Auftritts der „Sträflinge“ aus. Einige Mädchen in der ersten Reihe konnten aber ihren Text offenbar nicht auswendig und mussten immer wieder auf Spickzettel schauen, was dem Auftritt, zumindest gesangsmäßig nicht schadete.

Nach einer kurzen Pause warteten die Zuschauer gespannt auf die Tanzgruppe der erfahrenen Musiklehrerin Janine Stahljans. Die sechs Mädchen, allesamt aus der Jahrgangsstufe 12, gelten in der Schule als eingespielte und professionelle Tänzerinnen, die auch außerhalb des Frühjahrskonzertes bei diversen schulischen  Auftritten ihr Können zeigen. Stahjans schaffte es auch wie in den letzten Jahren einen außergewöhnlichen Tanz zu Adeles Meisterwerk „Rumour Has It“ zu kreieren und in kurzer Zeit die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums auf die Mädchen zu lenken, die mit eleganten Bewegungen über die Bühne tanzten und turnten.

Den absoluten Höhepunkt des Abends und gleichzeitig letzter Programmpunkt des Abends bildetet aber unangefochten das Krimi-Muscial des Kurses Oper und Musical der 8. Klassen. Ebenfalls unter der Leitung von  Stahljans hatten die Schüler ein Stück geschrieben und passende Lieder dazu ausgesucht. Bereits der Titel „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ führte zu lautem Lachen im Saal. Zwischen den Liedern wurde geschauspielert, Mimi, gespielt von Celine Martin, übernahm die Rolle der Erzählerin, während Alena Kourychev und Benedict Böttcher, die beiden Hauptdarsteller, gemeinsam mit den anderen kurze Szenen vorspielten und sangen. Besonders gut in Erinnerung blieb das Duett „Broken Strings“ ursprünglich von James Morisson, nun aber gesungen von Alena und Benedict, das vor allem die weiblichen Zuschauer entzückte und ihnen ein leises „süß“ entlockte. Als schließlich alle Schüler mit Sonnenbrillen auf die Bühne traten und zu Falcos Kulthit „Der Kommissar“ synchron tanzten bebte die Halle vom Klatschen und Lachen des Publikums. Einige Schüler zeigten während der Aufführung durchaus schauspielerisches und gesangliches Talent. Das Musical endete mit Katy Perrys Popsong „Firework“, die Schüler tanzten dabei auf der dem Titel entsprechend bunt beleuchteten Bühne für die restlos begeisterten Zuhörer. Als schließlich die Musik endete konnten diese sich kaum noch auf den Stühlen halten und verlangten lautstark nach einer Zugabe. „Verdammt gute Leistung“, lautete das Urteil der Moderatorin Franziska Larisch sie war somit einer Meinung mit allen anwesenden Eltern, Geschwistern, Lehrern und all den anderen zahlreichen Besuchern des Frühjahrskonzertes. Am Freitag fand nochmals ein Konzert mit leicht variiertem Programm statt und danach hieß es wieder: Noch ein Jahr warten bis zum nächsten Konzert in der heißen Halle.