Der neue Schulleiter Bernhard Zotz stellt sich vor.

Der neue Schulleiter Bernhard Zotz stellt sich vor.

Der 01. Februar 2013 ist ein markanter Einschnitt in meinem Berufsleben, mein erster Arbeitstag am Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim. Nach acht Jahren als Schulleiter der Dreieichschule, ein Gymnasium in Langen, suchte ich eine neue Aufgabe und auch Herausforderung.

In der Presse wurde ich als der neue Schulleiter vorgestellt, der, in Bensheim wohnend, sich auf den deutlich kürzeren Schulweg freut. Natürlich ist es ein Gewinn, nicht täglich auf einer übervollen A5 unterwegs sein zu müssen, jedoch war die Nähe zwischen Wohn- und Dienstort nicht der eigentliche Beweggrund für meinen Wechsel.

Nach acht überaus schönen und auch erfolgreichen Jahren in Langen, gemessen an politischen Dimensionen waren es zwei Legislaturperioden, möchte ich meine Berufserfahrung nun an einer neuen Stelle einbringen. Es stellt für mich eine überaus reizvolle Aufgabe dar, mit dieser achtjährigen Erfahrung als Schulleiter im Hintergrund, noch einmal an anderer Stelle Schule gestalten und entwickeln zu dürfen.

Dazu möchte ich Ihnen kurz die Stationen meiner beruflichen Laufbahn schildern, die zeigen, dass Veränderung und Neuanfang meinen Berufsweg bestimmen.

Nach meinem Studium in Marburg in den Fächern Biologie und katholische Theologie, absolvierte ich das Referendariat an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt. Danach bewarb ich mich erfolgreich für den hessischen Schuldienst und trat meine erste Stelle an der Dreieichschule in Langen an, zu der ich viele Jahre später als Schulleiter zurückkehrte. Nach zehn Jahren in Langen war ich für zwei Jahre an die Schulabteilung des Regierungspräsidiums Darmstadt abgeordnet, an der ich Erfahrungen im Bereich der Schulaufsicht sammeln konnte. Von Darmstadt führte mich mein Berufsweg für fünf Jahre nach Lampertheim an das Lessinggymnasium. Von dort ging es an die Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim, an der ich als Studienleiter am Aufbau der dortigen Oberstufe wesentlich mitgearbeitet habe. Diese sechs Jahre im Odenwald waren für mich eine besonders ereignisreiche aber auch sehr lehrreiche Zeiten, die mich auf meine anschließende Tätigkeit als Schulleiter in Langen gut vorbereitet haben.

Jetzt steht für mich das Starkenburg-Gymnasium im Mittelpunkt und ich stelle fest, dies ist definitiv die letzte Station meines Berufswegs. Die letzten zwei Wochen waren für mich überaus spannend. Ich traf auf eine Schulleitung und ein Kollegium, die mich offen aufnahmen und bei denen ich mich sofort wohlfühlte. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Auch mit den Elternvertretern und den Schülern führte ich bereits Gespräche, die mir zeigten, dass dem neuen Schulleiter viel Vertrauen entgegengebracht wird und die den Grundstein für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit legten. Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, alle Gremien und Mitglieder der Schulgemeinde, der Schulaufsicht und des Schulträgers kennenzulernen. Noch befinde ich mich vorzugsweise in der Phase des Zuhörens, jedoch kann ich nach kurzer Zeit mit Freude feststellen, dass der neue Schulleiter auch schon einiges bewegt hat und dabei auf großen Zuspruch stieß.

Entwicklungsprozesse – sollen sie erfolgreich sein – werden bestimmt von Kommunikation, Transparenz, Offenheit und Akzeptanz. Hierfür sind demokratische Spielregeln unerlässlich. Ich wünsche mir, dass wir diese Voraussetzung und Grundlagen immer im Blick haben. Sie tragen wesentlich dazu bei, sich mit seiner Schule identifizieren zu können.

Freuen würde ich mich, wenn man auch nach Wochen des Bekanntmachens über den neuen Schulleiter sagt:

Er ist authentisch, ehrlich, entscheidungsfreudig und steht zu seinem Wort!