Fame und Jazz unter einem Dach

Fame und Jazz unter einem Dach

Starkenburg Gymnasium: Auch diesen Frühling traten am Donnerstag-und Freitagabend wieder zahlreiche Schauspieler und Sänger beim Frühjahrskonzert auf, und sorgten für gute Stimmung in der vollbesetzten Halle.
Eröffnet wurde das Konzert durch die Bläserklassen und dem Dirigenten Thomas Markowic. Schüler aus der  5. und 6. Jahrgangsstufe können in diesen besonderen Klassen lernen, ein Blasinstrument zu spielen. So präsentierten sie am Donnerstag schon einige Stücke.
Weiter ging es mit der legendären Big Band des Gymnasiums, die der Leitung des Musiklehrers Frieder Schneeweiss obliegt und wie immer professionell auf die Zuhörer wirkte.
Insgesamt wurden acht Musikstücke gespielt, darunter auch Jazz. Die Mischung verschiedener Instrumente und Musikrichtungen gestaltete das Programm lebendig. Die ersten Jubelrufe des Abends erntete dann Josephine Aden, die in Begleitung der Rhythmus-Gruppe den Song „Give me the Night“ von Rod Temperton performte. Es folgte  Pablo B. Ruiz‘ bekanntes Lied „Sway“, bei dem wieder die gesamte Band und auch Sängerin Josephine aktiv waren. Der neue Schulleiter Bernhard Zotz hätte dabei „am liebsten das Tanzbein geschwungen“, wie er später sagte. Die Big Band glänzt alljährlich nicht nur mit flotten Rhythmen und eingängigen Melodien, sondern auch mit sehr guten Musikern, die teilweise auch Solis zum Besten geben. Frieder Schneeweiss, der die Musik beim Dirigieren zu leben scheint, verabschiedete sich  „mit einem lachendem, und einem weinenden Auge“ von den Abiturienten der Big Band. Für sie war es der letzte Auftritt auf einem Frühjahrskonzert.
Nach einer kleinen Umbaupause folgten zwei Tanzgruppen, die von der Musiklehrerin Janine Stahljans betreut werden. Der Tanz „Frühling“, vorgeführt von Mädchen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf, brachte wenigstens Frühlingsgefühle in die Halle, auch wenn das Wetter draußen dem Thema des Konzertes nicht ganz gerecht wurde. Applaus folgte und dann waren sechs Schülerinnen aus den 13. Klassen mit ihrem Tanz „Fortuna“ an der Reihe. Mit eleganten und synchronen Tanzschritten überzeugend die durchgehend lachenden Mädchen die Zuschauer und genossen anschließend lauten Beifall.
Den krönenden Abschluss des Abends bildete aber eindeutig der Oper- und Musical- Kurs der 9-Klässler, der ebenfalls von Janine Stahljans geleitet wird. Thema der Aufführung war eine Interpretation des Films „Fame- der Weg zum Ruhm“, bei dem sich junge Talente der darstellenden Künste auf der großen Bühne beweisen müssen, um einen der heißbegehrten Plätze an einer New Yorker Schule zu bekommen. Die Schüler fesselten das Publikum mit Tanz-, Gesangs-, und schauspielerischen Darbietungen. So wurde ein Casting dargestellt, wo die jungen Talente mehr oder weniger gut bei der Jury ankamen. Die teilweise sehr lustigen Kandidaten brachten die Zuschauer zum Lachen. Im Chor sangen die Schüler während der Vorführung unterschiedliche Titel wie „Oh happy day“, welcher aus dem Musical „Sister Act“ bekannt ist. Doch auch verschiedene Klatsch- und Klopfrhythmen kombiniert mit einzelnen Solisten kamen beim Publikum gut an und zeigten die Kreativität dieser Musical- Gruppe. Besonders positiv fielen die Sängerinnen Celine Silber, Alena Kourychev und Kathrin Jobst auf, die perfekt zusammen harmonierten. Zum Ende des letzten Titels brandete lauter Applaus auf und die Zuhörer pfiffen begeistert. Als Dank für ihr Engagement erhielt jeder Schüler eine Rose und auch Janine Stahljans bekam einen großen Blumenstrauß. Schulleiter Zotz , der zum ersten Mal bei einem Frühjahrskonzert der Schule dabei war lobte vor allem die Vielfältigkeit des Programms.
Freitags folgte der zweite Teil des Konzertes, wo dieses Mal der Unterstufenchor vier Stücke passend zum Motto des Abends sang. Die Jüngsten der Schule präsentierten auch das von zwei Sängerinnen neu getextete Lied „Sommer“,  dessen Melodie auf Aura Diones Stück „Friends“ basiert. Auch an diesem Abend gab es wieder ein Musical, diesmal mit dem Titel „Piratin ahoi!“ und gestaltet von Schülern der Jahrgangsstufe Acht. Damit endete das Frühjahrskonzert im nächsten Jahr wird es wieder heißen: Bühne frei für unsere Talente.

von Hannah Patsch