Schüler besuchen Gedenkstätte in Osthofen

Schüler besuchen Gedenkstätte in Osthofen

„Erinnerung braucht Orte, die das Verstehen ermöglichen, die über emotionale Zuwendung hinaus rationale Aneignung, Wissen und verstehen ermöglichen.“ (W. Benz, Auschwitz begann in Osthofen, 1998)

In den Gebäuden einer ehemaligen Papierfabrik entstand kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ein Konzentrationslager in Osthofen (Worms), wo vom Frühjahr 1933 bis 1934 Gegner des NS-Regimes gefangen gehalten wurden. Dieses sehr früh eingerichtete Konzentrationslager des damaligen Volksstaates Hessens ist seit 2002 unter der Leitung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Dies bot für Schülerinnen und Schüler des Geschichtsgrundkurses der Jahrgangsstufe 12 (Leitung von Frau Südbeck) des Starkenburg Gymnasiums im Rahmen eines Lehrausflugs die Möglichkeit der Begegnung mit diesem beklemmenden Thema der deutschen Vergangenheit.

Dem geschulten Personal gelang es bei den Schülerinnen und Schülern keine künstliche Betroffenheit zu erzielen, sondern im Rahmen offener Gespräche und durch Informationen über Schicksale der Opfer durchaus Empathie zu erzeugen und Interesse für weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zu wecken. Fragen nach dem Umgang mit dem Nationalsozialismus in Heppenheim und der Bergstraße kamen auf und der Wunsch diesen u.U. auch im Rahmen des Geschichtsunterrichts nachzugehen.

Gedenkstätten wie das ehemalige KZ Osthofen sind Lernorte: Sie sind „authentisch“, „nicht ersetzbar“ und „Ort der Auseinandersetzung mit unserer Geschichte“, so ziehen die Schüler ihr Resümee.

Führungen von Schulklassen und Besuchergruppen sind kostenlos und nach vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.

Weitere Informationen: http://www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de/

 

HP, 26.09.2013