Feierlicher Akt zum Tag der Menschenrechte

Feierlicher Akt zum Tag der Menschenrechte

Am heutigen internationalen Tag der Menschenrechte wurde in unserer Pausenhalle im Rahmen einer kleinen Feier eine Tafel mit den ersten drei Artikeln des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland enthüllt. Diese wurde der Schule von „Soroptimist International Club Bensheim/Heppenheim“ gestiftet, einer ehrenamtlich weltweit agierenden Service-Organisation berufstätiger Frauen, die sich in Fragen  von Menschenrechten, des weltweiten Friedens und der internationalen Verständigung sowie der Förderung des Verantwortlichen Handelns engagiert.

In diesem Rahmen gab es kleine Präsentationen verschiedener Schülergruppen, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Auch die leitende Schulamtsdirektorin Frau Dr. Bordon gehörte zu den Gästen.

Wir bekennen uns damit als Mitglied des Netzwerks der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ klar zur Demokratischen Grundordnung und zu den Menschenrechten.

Hier Auszüge aus der Rede unseres Schulleiters Bernhard Zotz:

Die Bundesrepublik Deutschland ist als Rechtsstaat den Menschenrechten verpflichtet. Artikel 3 des Grundgesetzes lautet:
(3) Niemand darf seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.Menschenrechtsverletzungen nehmen wir vor allem in anderen Ländern und Kulturen wahr und verurteilen sie aufs Schärfste. Viel zu wenig schauen und kehren wir vor der eigenen Haustür. Unsere Haustür ist die Schule. Wir wollen eine Schule sein mit Courage und gegen Rassismus, d.h. wir wollen den Artikel 3 des Grundgesetzes in unserer Gemeinschaft leben. Gelingt uns das? Ich habe hier so meine Zweifel.Das Grundgesetz spricht von Benachteiligungen. Wenn ich mir den Schulalltag anschaue, so sehe ich mehr als nur eine Benachteiligung. Ich sehe Diskriminierung, Verletzung der Menschenwürde (wie Cyber-Mobbing), tätliche Angriffe auf Mitschüler, Verunglimpfungen, Missachtung der Meinungsfreiheit u.v.m.Am heutigen Tag werden wir daran erinnert, sehr sensibel auf das Unrecht in unserer unmittelbaren Umgebung zu achten. Wir sollen es nicht nur wahrnehmen, sondern auch bekämpfen. Das Eintreten für die Menschenrechte muss für uns selbstverständlich sein.

Ich wünsche mir eine Schulgemeinde, die die ersten drei Artikel des Grundgesetzes verinnerlicht hat und konsequent danach handelt.