Vorverkauf läuft

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FOREVER YOUNG Nachdem 2013 mehr als 20 Schülerinnen und Schüler „abiturbedingt“ die Gruppe verlassen mussten, hat sich das LiZi-Ensemble (auch dank G8) in diesem Jahr deutlich verjüngt. Die meisten neuen Mitglieder stehen zum ersten Mal in einer großen Produktion auf der Bühne – und sind gleich mit einem komplizierten Stück und einer schwierigen Sprache konfrontiert. Entsprechend zeitaufwendig waren auch die Proben.
Unterstützt hat uns seit April 2014 Anna Pidan, ehemaliges Mitglied des LiZi-Ensembles und mittlerweile examiniert als Bachelor of Arts im Fach „Drama“ an der Universität Manchester. Wir danken ihr herzlich für die Hilfe!

ROMEO UND JULIA Der Kuss. Der Balkon. „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche …“. Unglückliche Liebe mit tödlichem Ausgang.
Selbst wer das Stück noch nie gesehen hat, kennt es. Es geht um die Liebe schlechthin, kompromisslos und unbedingt. Romeo und Julia, fast noch Kinder, verlieben sich blitzartig – und die Welt um sie herum versinkt.
In Wirklichkeit aber bildet grenzenloser Hass die Folie für die Gefühle der Verzauberten. Die Capulets und die Montagues, die verfeindeten Familien, denen die beiden angehören, begegnen sich mit Wut und Aggression.
Romeo und Julia durchbrechen die ihnen zugewiesenen Rollenbilder. In der Utopie ihrer Liebe erscheint das Unmögliche möglich. Ein subversiver Vorgang, den die Umwelt nicht erträgt – und es beginnt eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt, die nicht aufzuhalten ist.
In ihrem erbarmungslosen Mechanismus findet auch das Paar den Tod. So bleibt die unerfüllte Liebe als Versprechen und Vermächtnis in Ewigkeit bestehen.

BACK TO THE ROOTS LiZi wagt sich, trotz der vielen Aktualisierungen, die der Stoff in den letzten Jahrzehnten erfahren hat, an das „Original“. Shakespeares Sprache ist schwierig, seine Texte sind nicht leicht zu verstehen, und vor allem: sie sind nicht leicht zu lernen, weil man dabei nicht improvisieren kann. Das haben alle Beteiligten während der Probenzeit intensiv und schmerzlich erfahren. Und trotzdem hat es Spaß gemacht, denn in der Übersetzung von Thomas Brasch, die unserer Inszenierung zu Grunde liegt, kommen Poesie und Wortwitz, kommt das Kraftvoll-Komische und Drastisch-Anzügliche von Shakespeares Sprache vollendet zur Geltung. Sie klingt dreist und schön, sinnlich und metaphysisch, brutal und zärtlich, und manchmal auch richtig obszön – ganz wie „Old Will himself“.

INSZENIERUNG Das Phänomen der Liebe, wie es uns in Romeo und Julia entgegentritt, existiert ohne Raum und Zeit. So versuchen wir es in unserer Inszenierung auch umzusetzen. Figuren, Kostüme und Orte aus Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich ganz ohne äußerlich zwingende Logik. Allein die „innere Logik der Liebe“ verbindet alles mit allem.

LOU REED in memoriam. Unsere Inszenierung ist auch eine Hommage an den 2013 gestorbenen Rock-Poeten Lou Reed, der mit seinen subversiven Texten und seinem eindringlich-einfachen „Sound“ den musikalischen Background zu unserer Interpretation des Stückes liefert.

Aufführungsdauer: ca. 2 1/2 Stunden (Pause nach der 12. Szene)

Die Aufführung wird für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 empfohlen.