Politisch-historische Bildungsfahrt nach Berlin mit großem Zuspruch

Politisch-historische Bildungsfahrt nach Berlin mit großem Zuspruch

Mit dem Ziel der „politisch-historische Bildung“ hatte das zweiköpfige Lehrerinnenteam aus Frau Siebold und Frau Südbeck die Fahrt bereits zum Ende des vergangenen Schuljahres ausgeschrieben. Der Zuspruch war deutlich höher als die zu vergebenden Plätze – das Los entschied und so fuhren 24 Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe des Starkenburg Gymnasiums vom 13. bis 17. Oktober ´14 eine Woche in die Hauptstadt.
Ein gut gefülltes aber ebenso abwechslungsreiches Programm erwartete die Teilnehmer: Nach der Zugfahrt hieß es zunächst einmal mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen Mauergrenze entlangzufahren, um zumindest in einem kleinen Ausschnitt die Dimensionen der „Mauer“ und der damit verbundenen Geschichte zu erfahren. Die Tour führte zu ehemaligen Grenzübergängen, über den „Mauerpark“ und an der Gedenkstätte Bernauer Straße vorbei, den einzigen noch intakten Mauerabschnitt.
Der Studientag in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, ein ehemaliges „Stasi“-Gefängnis, konfrontierte die Schüler mit dem Leben in der sog. „zweiten deutschen Diktatur“. Das Gelände zeigt die Geschichte politischer Verfolgung während der jahrzehntelangen kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland. Die Führung durch ehemalige Häftlinge machte den Besuch besonders eindrücklich; beklommen und sehr nachdenklich wirkten die Schüler am Ende des Tages.
Geschichte begreifen zu können, erfordert aber zugleich auch den Blick nach vorne: in das tagespolitische Geschehen: Dem Besuch im Bunderat folgte eine angeregte Gesprächsrunde mit Dr. Michael Meister, dem Bergsträßer Bundestagsabgeordneten, der sich den kritischen Fragen der Schülergruppe stellte. Der krönende Abschluss war der Besuch der Reichstagskuppel: mit dem Blick auf Berlin zogen die Schüler ihr jeweils ganz persönliches Resümee. Viele noch ungeordnete Eindrücke, wie auch der Besuch des Holocaust-Denkmals und des angeschlossenen Besucherzentrums und die dazu völlig konträren Eindrücke der Besichtigung des Schlosses Sanssouci (französisch für „ohne Sorgen“) in Potsdam, bedürfen sicher noch Gespräche und Zeit zum Nachdenken. Das Fazit fiel insgesamt durchweg positiv aus: müde und bewegt blicken die Teilnehmer auf die Woche zurück.