Lehrer freuen sich über G 9

Lehrer freuen sich über G 9

G 8 oder G 9? Das Thema beschäftigt nicht nur Schüler und Eltern, sondern auch die Lehrer. Jetzt trafen sich die Schulvertrauensleute der Gymnasien und Gesamtschulen im Kreis Bergstraße, um aktuelle Themen zu diskutieren. Und: Nicht alles, was in der Bergsträßer Schullandschaft passiert, kommt bei den Lehrern gut an.
Was halten die Lehrer aus dem Kreis vom verkürzten Abi G 8?
Scheinbar nicht allzu viel. In einer Pressemitteilung nach der Konferenz heißt es, der Philologenverband „begrüßt es, dass Gymnasien und kooperative Gesamtschulen zunehmend die Möglichkeit nutzen, zur neunjährigen Gymnasialzeit zurückzukehren“.
Im Kreis Bergstraße führen in diesem Schuljahr das Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim und die Albertus-Magnus-Schule in Viernheim wieder G 9 ab Klasse 5 ein.
Als bedauerlich empfinden es viele Mitglieder, dass der Wechsel aus bereits bestehenden G 8-Jahrgängen zu G 9, wie ihn das neue Schulgesetz ermöglicht, oft an wenigen Gegenstimmen der Eltern scheitert. Rechtlich sehen die Mitglieder allerdings keine Alternative zur aktuellen Regelung, auch wenn diese nicht überall zum gewünschten Schulfrieden geführt hat.
Wo sehen die Lehrer die größten Herausforderungen?
Das Thema Inklusion an Schulen ist auch für die Lehrer wichtig. Sie sprechen von einer Herausforderung, weil die „sächliche und personelle Ausstattung der Schulen noch unzureichend“ sei.
Es bedürfe weiterer Ressourcen durch das Land und den Kreis als Schulträger, wenn eine inklusive Beschulung erfolgreich durchgeführt werden soll. Dabei gebe es allerdings auch Schüler, so Kreisvorsitzende Dagmar Kötter vom Wald-Michelbacher Überwald-Gymnasium, für die eine Beschulung in einer Förderschule bessere Lernerfolge und eine intensivere Betreuung ermögliche.
Welche Themen brennen den Lehrern unter den Nägeln?
Das sind vor allem zwei: Zum einen steigt die Zahl der Abordnungen und Versetzungen von Lehrern. Auffällig sei die Diskrepanz zwischen geplanten und letztlich durchgeführten Personalmaßnahmen.
Kritisiert wurden die oft späten Entscheidungen, die die Unterrichtsvorbereitung erheblich erschwert habe. Zum anderen sprachen sich die Lehrer gegen die in Hessen für 2015 geplante Nullrunde bei den Einkommen und eine nur einprozentige Erhöhung in den Folgejahren aus. red

Quelle: BA Morgenweb – Dienstag, 21.10.2014