„Fragt uns – wir sind die Letzten“

„Fragt uns – wir sind die Letzten“

Erinnerungen für die Zukunft

SchülerInnen des 10er Jahrgangs des Starkenburg-Gymnasiums sprechen mit KZ-und Gettoüberlebenden

 

Sie waren in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Ravensbrück und Buchenwald, im Jugendverwahrlager Litzmannstadt oder im Getto Sambor. Sie waren gerade erwachsen oder noch Kinder. Vier Frauen und ein Mann aus Polen – heute zwischen 75 und 92 Jahren alt – sind auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werks und des Bistums Mainz in dieser Woche zu Gast in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Höchst im Odenwald.

Wie auch in den vergangenen Jahren begegneten sie gut 120 SchülerInnen des 10er Jahrgangs am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium und ihren Religions- und Ethik-LehrerInnen.

Die ZeitzeugInnen berichteten von ihren Erfahrungen aus dieser Zeit des Leidens unter dem Nazi-Terror und beantworteten die Fragen der SchülerInnen. Diese schrecklichen Erlebnisse haben die SchülerInnen sehr beeindruckt – weit mehr als dies im üblichen  Geschichtsunterricht möglich ist. Sehr interessant waren auch die Berichte derjenigen, die die NS-Zeit als Kinder erlebt haben. Eine von ihnen war aufgrund ihres Aussehens „germanisiert“ und an eine deutsche Familie zur Adoption vermittelt worden. Erst nach dem Krieg konnte sie mit Hilfe des Roten Kreuzes aufgespürt werden und zu ihrer Familie nach Polen zurückkehren, die wie durch ein Wunder vollständig überlebt hatte.

 

Mit ihren Berichten aus jener Zeit wollen die ZeitzeugInnen die mahnende Erinnerung wach halten und die Jugendlichen für den Einsatz für eine friedliche Zukunft ohne Hass, Rassismus und Diskriminierung gewinnen. Bei vielen SchülerInnen ist ihnen dies gelungen.