Schweigeminute für Paris

Schweigeminute für Paris

Wir alle stehen heute unter dem Eindruck der Ereignisse und der schrecklichen Bilder aus Paris. Junge Menschen erschießen wahllos junge Menschen. Wie reagieren wir darauf?

Zunächst mit tiefer Trauer und Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer. Zum Gedenken an die Opfer halten wir jetzt eine Schweigeminute.

Die Französische Revolution hat als Ideal drei Begriffe geprägt: Liberté, Egalité, Fraternité, d.h. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Der Anschlag von Paris war ein Angriff auf unsere Freiheit, unsere gesellschaftliche Ordnung und auf unsere westlichen Werte. Es wäre falsch, jetzt mit Hass und Reche zu reagieren, schon gar nicht gegen muslimische Mitbürger, die diese schreckliche Tat ebenso wie wir verurteilen. Das Ideal der Brüderlichkeit, Grundlage einer Zivilgesellschaft, bleibt für uns unabdingbar.

Das schreckliche Ereignis von Paris zeigt aber auch, dass wir unsere freiheitliche Grundordnung verteidigen müssen. Diese Verteidigung darf nicht aufgrund eines vorrangigen Sicherheitsdenkens Freiheit abbauen, d.H. zu einer staatlichen Ordnung führen, die die Bürger kontrolliert und überwacht. Dann hätten diese Terroristen ihr Ziel erreicht.

Wir alle müssen zeigen, dass wir für unsere Werte einstehen und sie leben. Daher ist das Einstehen für unsere freiheitliche Grundordnung nicht allein Aufgabe des Staates, sondern wir alle sind aufgefordert, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, so wie sie auch in unserer Verfassung und im Grundgesetz verankert sind, Zeugnis abzulegen.

Ab morgen liegt ein Kondolenzbuch aus, wo sich Schüler und Lehrer eintragen können. Wir wollen damit unsere Verbundenheit mit unseren französischen Freunden von der Partnerschule in Le Chesnay ausdrücken.