Krakau von seiner schönsten Seite

Krakau von seiner schönsten Seite

PARTNERSCHAFT Schüler des Heppenheimer Starkenburg-Gymnasiums zu Besuch in Polen

HEPPENHEIM – (red). Mitte April hatten sich zwölf Schülerinnen und Schüler des Starkenburg-Gymnasiums in Heppenheim zu einem Gegenbesuch ihrer Partnerschule im polnischen Schweidnitz aufgemacht. Die polnischen Gäste hatten Heppenheim bereits im Herbst vergangenen Jahres besucht.

Die Fahrt begann bereits am letzten Ferientag und führte die Schüler über Nacht mit dem Bus nach Schweidnitz. Nach zwölf Stunden Fahrt und wenig schlaf, waren alle dementsprechend müde und froh, dass es ziemlich schnell in die Gastfamilien ging. Die folgenden Tage hatten die polnischen Gastgeber sich ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm überlegt.

Unesco-Weltkulturerbe im Blickpunkt

Der Besuch der Stadt Schweidnitz mit der fast 500 Jahre alten Hölzernen Friedenskirche, einem Unesco-Weltkulturerbe und seinem wunderschönen Marktplatz beeindruckte die deutschen Gäste sehr. Die erste Nacht in den Gastfamilien zeigte der deutschen Gruppe die enorme Gastfreundlichkeit der polnischen Nachbarn, was sich in den Berichten der Schüler über die sehr reichhaltigen und ausgiebigen kulinarischen Genüsse wiederspiegelte: Von Bigos und Pierogi schwärmen die Schüler heute noch. An den folgenden Tagen standen Breslau und die Weiterfahrt nach Auschwitz an. Dort wurde gemeinsam mit den polnischen Schülern das ehemalige Konzentrationslager besucht. „Irgendwie ist es gut, dass es heute regnet und wir diesen Ort des Schreckens nicht auch noch bei schönem Wetter sehen. Bei so viel Grausamkeiten, die hier passiert sind, wäre das irgendwie skurril“, so Nico Hentschel, der verantwortliche Lehrer. Die Eindrücke waren für alle bewegend. „Mich haben vor allem die riesigen Mengen an echten abgeschnittenen Haaren ehemaliger Häftlinge berührt“, so Tamara Schön. Über das Erlebte wurde dann noch den ganzen Abend gesprochen.

Der Polenbesuch endete mit dem Besuch der Stadt Krakau. Dort stand das zweite Weltkulturerbe, die ehemalige Residenz des polnischen Königs, die Burg Wawel, auf dem Programm. Überhaupt beeindruckte die wunderschöne Stadt die Schüler, mit ihren weltbekannten Tuchhallen. „In Polen ist es noch recht günstig für uns. Das Essen ist lecker, reichhaltig und für nicht mal drei Euro wird man hier satt, perfekt“, so eine Teilnehmerin.

Freundschaften und ein schwerer Abschied

Am folgenden Tag kam dann der große Abschied. Es hatten sich in diesen zwei Wochen gemeinsame Begegnungen und Freundschaften zwischen Polen und Deutschen gebildet, was dazu führte, dass am Ende die eine oder andere Träne floss. In einem Punkt waren sich alle einig: Sie werden sich wiedersehen. Egal ob in Polen oder wieder in Heppenheim.

(c) Echo Online 29.04.16