Ex-Schüler Seeger als Gast

Ex-Schüler Seeger als Gast

STARKENBURG-GYMNASIUM Viel Applaus für Frühjahrskonzert mit breitem Repertoire

Das Frühjahrskonzert am Starkenburg-Gymnasium bedient nicht nur eine liebgewordene Tradition. Es erweist sich auch Jahr für Jahr als beste Gelegenheit, Mitschülern, Eltern, Geschwistern und dem Kollegium einen Einblick zu geben in die Tätigkeit der Fachschaft Musik.

Sophia Brumby, Bernhard Godbersen, Karin Trost und Frieder Schneeweiss fördern in Arbeitsgemeinschaften, Kursen und Wahlunterricht junge Sänger und Instrumentalisten, erarbeiten mit ihnen bühnenreife Darbietungen und präsentieren an zwei Abenden vor begeistertem Publikum das Ergebnis etlicher Probenstunden.

Frieder Schneeweiss nimmt Abschied

Dass zuweilen auch der eine oder andere frühere Schüler sich für eine musikalische Lebenslaufbahn entscheidet, ehrt auch deren Lehrer: „Special Guest“ beim ersten Teil des Frühjahrskonzerts am Donnerstagabend war Christian Seeger, Abijahrgang 2005 am Starkenburg-Gymnasium und inzwischen als Saxofonist, Klarinettist, Komponist und Bandleader nicht nur in der Region bekannt. Seeger hat lange in der Big Band des Gymnasiums mitgespielt. Er ist 2006 aufgenommen worden in das von Wolfgang Diefenbach geleitete Landesjugendjazzorchester Hessen; drei Jahre später hat ihn Niels Klein sogar ins Bundesjazzorchester geholt. Seeger hat zahlreiche Preise gewonnen, spielt bei den Starkenburg-Musikanten, den New Orleans Originals, mit dem eigenen Christian-Seeger-Quartett und unterrichtet seit 2012 auch Saxofon und Klarinette an der Musikschule Heppenheim.

Als bekannt wurde, dass Frieder Schneeweiss, Leiter der Big Band seit 1998, zum Schuljahresende in Pension gehen wird, hatte er angefragt, ob er beim letzten Auftritt mitspielen könnte. Denn Schneeweiss hört nicht nur als Musiklehrer auf, er wird sich auch als Bandleader verabschieden: „Einmal muss Schluss sein“, hatte er vor dem Konzert gesagt – und das meinte er durchaus ernst.

Doch am Donnerstagabend ließ er seine Musiker noch einmal ihr ganzes Können zeigen. Ein „Best of“ erinnerte an etliche Erfolgstitel der Schülerformation, mit „Mary Ann“ von Ray Charles, „Brazil“ von Ary Baroso, „Mas que nada“ von Sergio Mendes, „September“ von Earth, Wind & Fire oder „Everything“ von Michael Bublé, mit eindrucksvollem Sologesangspart von Alix Harder.

Große Bandbreite, hoher Anspruch

Soli, die mit viel Applaus bedacht wurden, lieferten auch zahlreiche Instrumentalisten, und „Happy“ von Pharrell Williams, neu einstudiert, bewies die große Bandbreite des Klangkörpers: „Das war das schwerste Stück, das wir bisher gespielt haben“, sagte Schneeweiss. Ein anspruchsvolles Repertoire ist es allemal, mit dem sich die Big Band auch über die Schulaufführungen hinaus einen Namen gemacht hat.

Für das „exklusive Gastspiel“ von Christian Seeger gab es von Schulleiter Bernhard Zotz ein Erinnerungsgeschenk und als Ermutigung an den künstlerischen Nachwuchs den Wunsch, der eine oder andere der jungen Leute möge ihm nacheifern.

Zuvor hatten die ganz jungen Instrumentalisten ihren Auftritt. Die Bläserklasse 5/6 von Sophia Brumby, fünf Jungen und ein Mädchen, hatten als klassische Stücke einen Choral und ein Menuett von Bach erarbeitet und mit dem Bananenboot-Song und der House Party gezeigt, dass sie auch in der Pop-Musik bestehen können.

Den Abschluss gestaltete die Jahrgangsstufe 8 und 9, die mit Bernhard Godbersen im Wahlunterricht Oper/Musical eine eigene musikalische Szenenfolge unter dem Titel „Träume“ einstudiert hatte. In kurzer Zeit, mit Ideenreichtum und viel Fantasie interpretierten die Jugendlichen live und textsicher Songs von „When I was young“ und „I walk alone“ bis zum „Schlaflied“ der „Ärzte“. Für „How deep is your love“ hatten sich die Akteure eine tolle Choreografie ausgedacht, die mit Begeisterung vom Publikum aufgenommen wurde. Auch andere besondere Talente der Kursteilnehmer fanden im gemeinsamen Projekt den gebührenden Platz.

Beim zweiten Teil des Frühjahrskonzerts traten am Freitag der Unterstufenchor und der Profilbildungskurs Musik der zehnten Jahrgangsstufe in der Aula auf, ein weiteres Zeugnis dafür, dass am Starkenburg-Gymnasium die musische Bildung eine hohen Stellenwert besitzt.

(c) Echo Online 07.06.16