Tag der offenen Tür für angehende Fünftklässler

Tag der offenen Tür für angehende Fünftklässler

Auf eine Entdeckungsreise durch das Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium konnten sich angehende Fünftklässler gemeinsam mit ihren Eltern am Samstag machen: Beim Tag der offenen Tür herrschte gewohnt großer Andrang. Um 10 Uhr eröffnete die Big Band der Schule unter der Leitung von Bernhard Godbersen die Veranstaltung in der Pausenhalle mit schwungvollen Rhythmen. Schulleiter Bernhard Zotz begrüßte die Gäste, bevor diese in alle Richtungen ausströmten.

Längst hat das Starkenburg-Gymnasium keinen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mehr. „Wir sind das einzige Gymnasium in Heppenheim, da müssen wir allen Kindern etwas anbieten,“ erklärt Zotz. Auch sprachlich und musisch habe die Schule viel vorzuweisen. Außerdem gibt es zahlreiche Austauschprojekte mit Schulen in vielen Ländern. Auffallend war, dass viele Familien aus Lorsch und Einhausen die Gelegenheit am Samstag wahrnahmen, sich zu informieren. Zotz hofft, auch im kommenden Schuljahr wieder fünf 5. Klassen an der Schule zu haben. In den vergangenen Jahren gab es immer rund 140 Anmeldungen. Damit rechnet man auch für das Schuljahr 2017/18.

 INTENSIVKLASSE

Bei den Kindern waren beim Tag der offenen Tür die Mitmach-Stationen am beliebtesten: Selbst experimentieren im Chemiesaal, mikroskopieren mit den Biolehrern und auch der Bewegungsparcours in der Sporthalle machten allen Spaß. Im Starkenburg-Gymnasium gibt es gut eingerichtete Fachsäle, in denen die einzelnen Klassen alle fachspezifischen Materialien finden. Was früher nur für Chemie, Musik und das Sprachlabor galt, gibt es dort nun auch für Sprachen, Mathematik, Politik, Wirtschaft und vieles mehr.

Geschichte zum Ausprobieren

Im Erdkundesaal warteten Globusse auf die Besucher, auf denen nur die Grenzen der Länder zu sehen waren. Die Ländernamen durfte man selbst eintragen. Gar nicht so einfach. Die USA, China und Italien, das schafften die meisten auf Anhieb. Aber spätestens bei den afrikanischen Staaten zuckten auch viele Eltern ratlos mit den Schultern.

Geschichte zum Ausprobieren gab es in einem anderen Raum: Hier konnte man mit Federkiel und Tinte schreiben, Hieroglyphen mithilfe einer Schablone auf Papier bringen oder aber eine Mumie auspacken. Auch bilingual gibt’s das Fach, was entsprechende Schulbücher veranschaulichten. Eine „geile Idee“, so bezeichnete ein begeisterter Papa das Lego-Grammatik-Puzzle für den Latein-Unterricht.

Bei den Franzosen ging es um Mode, man konnte den Eiffelturm anmalen, und natürlich gab es auch Crepes. Im Englisch-Raum konnte man einer Probestunde beiwohnen; darüber hinaus hatten Schüler ein Lied einstudiert und stellten Präsentationen vor. Während die Kleinen zur Aula rannten, um dort den öffentlichen Theaterproben von LiZi zuzuschauen, informierten sich ihre Mamas über das Ganztagsangebot der Schule. In den Biologie-Räumen konnten die Kinder unter anderem Moos und Wasserflöhe unter dem Mikroskop betrachten.

Breites Spektrum an Kunst

In einem der Kunstsäle konnte man das breite Spektrum an Kunst bewundern, das im Laufe eines Schülerlebens in der Schule entsteht: Architekturmodelle der Zwölftklässler standen neben Gruselbüchern der Fünftklässler und Collagen der Schüler der achten Klassen. Nebenan konnte man sich in der Druckwerkstätte ausprobieren. Und weiter ging es durchs Schulhaus. Russisch, die Vorstellung der Notebookklassen, Politik und Wirtschaft, der Schulsanitätsdienst, der Chor, Informatik, Physik, Religion und Ethik, Darstellendes Spiel – das Angebot reichte aus, um Stunden in der Schule zu verbringen.

(c) Echo Online 30.01.17