Frühjahrskonzert des Starkenburg-Gymnasiums begeistert Besucher

Frühjahrskonzert des Starkenburg-Gymnasiums begeistert Besucher

Musik wird großgeschrieben am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium. Beim Frühjahrskonzert am Donnerstagabend in der Aula der Schule präsentierten Schüler und Lehrer, was sie in den vergangenen Monaten gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Und das war so allerhand, wie das Publikum begeistert feststellte.

Den Anfang machten drei Bläser der sechsten Klasse, bevor die Bläserklasse der Jahrgangsstufe 5 musizierend einmarschierte. Zu den Klängen von „Bruder Jakob“ erklomm die Truppe unter der Leitung von Musiklehrer Bernhard Godbersen die Bühne. Der Chef der musikalischen Rasselbande scherzte zum Auftakt: „Sie glauben gar nicht, wie anstrengend das ist – und was da für Töne herauskommen, das haben sie ja gehört.“

Und was da für Töne rauskamen! Kaum zu glauben, dass viele der Mädchen und Jungen erst seit diesem Schuljahr ihr Instrument erlernen und im Ensemble zusammenspielen. Ob „Oh Susanna“, „Au clair de la lune“ oder „Freude schöner Götterfunken“ – es machte Spaß zuzuhören. Bei „Yellow Submarine“ klatschte das Publikum begeistert mit. Der Grundstein für eine Big Band ist gelegt.

Dafür fehlen aber noch Alterskameraden, die Schlagzeug, Gitarre oder Klavier spielen, wie Godbersen in einem „Werbeblock“ in eigener Sache verriet. Lars von der Bigband der „Großen“ sprang ein, um dem Publikum zu vermitteln, wie nahe die Jüngsten der Schule bereits am Big-Band-Sound sind – und es groovte wirklich großartig. Zur Zugabe marschierte die „Senior“-Big Band ein mit „Viva la Vida“. Nicht nur das Publikum war begeistert, sondern auch ihr Leiter Bernhard Godbersen, der sich auch als unterhaltsamer Moderator erwies: „Ich habe 3000 Kalorien verloren, und wir haben ein sehr schwieriges Stück sehr gut gespielt.“ Doch damit nicht genug: Die Jugendlichen bewiesen, dass sie bereits die gesamte Bandbreite des Big-Band-Sounds beherrschen. Ob Blues wie beim Stück „Bluesette“ oder Swing: Mit Letzterem könnte das Orchester prima auf einer Tanzveranstaltung spielen. Ins Auge gefasst hat man das bereits. Zu „How High The Moon“ swingte der ganze Saal. Rhythmisches Klatschen begleitete den „Uptown Funk“. Als Zugabe gab’s „Happy“ von Pharell Williams, gewidmet dem ehemaligen Leiter der Big Band, Frieder Schneeweiss, der im vorigen Jahr pensioniert wurde, sich das Konzert aber nicht entgehen ließ.

Der Wahlpflicht-Kurs „Musiktheater“ der achten und neunten Klassen sorgte für ganz andere Töne. Ebenfalls unter der Leitung von Godbersen hatte man sich mit „My Fair Lady“ auseinandergesetzt. Entstanden ist daraus ein unterhaltsames Stück, eine Mischung aus Originalmusik und modernen Songs – von Eliza Dolittles Solo „All I Want Is A Room Somewhere“ bis zum Chart-Hit „Fast Car“ von Jonas Blue. Die Schüler präsentierten die unterschiedlichsten Elemente des Musiktheaters auf unterhaltsame Art und Weise: Schauspiel, Tanz, Gesang und Sprechgesang.

Nach der Pause war der Chor unter der Leitung von Sophia Brumby an der Reihe und begab sich auf eine musikalische Reise von der Nordsee („An der Nordseeküste“) über Holland („Tulpen aus Amsterdam“) bis nach „Moskau“. Großer Beifall belohnte den Chor.

„Das Elvis-Projekt“ – so war der Auftritt des Profilbildungskurses der 10. Jahrgangsstufe betitelt. Eigenständig haben die Schüler ein Musical über Elvis Presley kreiert, wie Musiklehrerin Sophia Brumby erläuterte. Es begann mit der „Tagesschau“, in der Elvis’ Tod vermeldet wurde und dem ersten Song „Can’t Help Fallin’ In Love“. In Rückblicken wurde das Leben und Werk des Idols dargestellt. Mal leise Töne, mal ging richtig der Punk ab – wie etwa zum Song „Hounddog“. Elvis, seine Autos, seine Frauen – zu jedem Thema gab’s den passenden Song. Und schließlich durften auch die Verschwörungstheorien nicht fehlen: Ist Elvis wirklich tot? Lebt er nicht vielleicht irgendwo in der Südsee? Hat man vielleicht nur eine Wachsfigur beerdigt? All dies setzten die Schüler schauspielerisch und gesanglich um. „It’s Now Or Never“ ertönte eine der wohl schönsten Elvis-Schnulzen und beendete einen unterhaltsamen Abend.

(c) Echo Onlline 13.05.17