Schüler zu Gast im Erfinderlabor bei Merck

Schüler zu Gast im Erfinderlabor bei Merck

Bereits zum 22. Mal fand in dieser Woche das Erfinderlabor des Zentrums für Chemie in Kooperation mit Merck und der TU Darmstadt statt. Das Thema Organische Elektronik stand dabei in diesem Jahr im Vordergrund, ein riesiger Zukunftsmarkt, der eine immer größere Rolle im täglichen Leben spielt.

Dass Organische Elektronik bereits jetzt schon Teil unseres Lebens ist, das wussten viele der Teilnehmer bereits vor diesem eine Woche langen Workshop. Immer beliebter werden die sogenannten OLED-Displays (Organische Leuchtdioden) bei Fernsehern, Computer-Bildschirmen oder gar Handys. Zwar trägt diese neuartige Technologie noch ein hohes Preisschild, doch war dies bei Markteinführungen von Massenprodukten mit „Zukunftstechnologie“ noch nie anders.

Für 16 Schülerinnen und Schüler aus den gymnasialen Oberstufen im Rhein-Main Gebiet, dem Rheingau und Mittelhessen war es eine spannende Woche. Mit Julia Muth (19 Jahre) und Maximilian Kopp (17) vom Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim und Gwendolin Fuchs (17) vom Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim waren es spannende fünf Tage, die den Abiturienten ihrer Aussage nach einiges für den weiteren Lebensweg gebracht haben.

Jede Partnerschule des Zentrums für Chemie sollte seine der leistungsstärksten Schüler in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vorschlagen für einen der 16 Plätze. „Uns hat es überrascht, dass von unserer Schule zwei Schüler angenommen wurden. Bei keiner anderen Schule wurden beide vorgeschlagenen Schüler eingeladen“, berichteten Julia Muth und Maximilian Kopp vom Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium nicht ganz ohne Stolz. Für Julia Muth war das Thema „Organische Elektronik“ sehr reizvoll. „Ich interessiere mich eher für die Bio-Chemie und nicht für die physikalische Chemie, aber das Thema klang sehr spannend. Zudem ist es etwas, das in der Schule nicht behandelt wird“, berichtete sie. Dem stimmte ihr Maximilian Kopp sofort zu. „Begeistert von Chemie war ich schon immer und auch etwas technikverrückt. Daher fand ich das Thema mit OLED sehr spannend, denn das wird bereits in Fernsehern oder Handys verwendet.“ Nach einer Einführung am Montag bei Merck mit einem Rundgang durch die Forschungslabore und die Produktion, standen dann praktische Übungen in Kleingruppen von Dienstag bis Donnerstag auf dem Programm. „Der Rundgang hat mich sehr fasziniert, denn wann hat man schon die Gelegenheit in die Labore und Produktion zu schauen“, ergänzte Kopp. In vier verschiedenen Kleingruppen zu je vier Schülern wurden an der TU Darmstadt praktische Übungen durchgeführt. „Wir haben einen Koffer bekommen und darin allerhand Material. Daraus sollten wir eine Organische Leuchtdiode bauen. Das hat auch funktioniert und ging recht schnell, in den nächsten Tagen waren wir damit beschäftigt, das Ergebnis zu optimieren“, berichtete Gwendolin Fuchs aus Bensheim, die zusammen mit Maximilian Kopp an diesem Projekt tätig war, während Julia Muth an einer organischen Photovoltaik-Solarzelle arbeitete, andere Schüler an den Einsatzmöglichkeiten bei der Elektromobilität.

(c) Echo Inline 14.05.17