Gute Noten für Berufsorientierungstage am Starkenburg-Gymnasium

Gute Noten für Berufsorientierungstage am Starkenburg-Gymnasium

In der gymnasialen Oberstufe wird es so langsam Zeit, sich Gedanken zu machen, wie es weitergeht nach dem Schulabschluss. Denn nicht für die Schule, sondern für das Leben wird schließlich all die Jahre gepaukt. Aus diesem Grund sind die Berufsorientierungstage ein fester Bestandteil im Schulalltag des Starkenburg-Gymnasiums.

Einstellungstests und ihre Tücken

Geboten wurde ein Bewerbungstraining, die Bundesagentur für Arbeit zeigte Wege nach dem Abitur auf, und man konnte sich an Einstellungstests – mit Tücken – versuchen. Außerdem stellten Experten ihre Berufe vor, erläuterten die Ausbildungswege und Studiengänge. Ergänzend dazu besuchen die Schüler der Jahrgangsstufe 11 am morgigen Dienstag in Darmstadt die Info-Messe „Hochschul- und Berufsinformationstage“ (hobit).

Die Lehrerinnen Andrea Herlitze und Nadine Merten hatten zum wiederholten Male interessante Referenten eingeladen. Im Vorhinein hatten die Schüler angeben können, für welche Berufsbilder sie sich am meisten interessieren. Dementsprechend wurde eine Auswahl getroffen. Die Firma Jäger direkt stellte zum einen das Duale Betriebswirtschaftsstudium vor, zum anderen, wie man Kaufmann für Büromanagement wird. BASF präsentierte Berufe rund um das Fach Chemie, Diplom-Ingenieur Jürgen Knust Themen der Physik im Beruf, darüber hinaus sprach er über Fahrzeugentwicklung.

Wer nicht gleich ein Studium oder eine Ausbildung beginnen möchte, der hat ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Patrick Koch vom Roten Kreuz informierte über Freiwilligendienste. DRK – das klingt in erster Linie nach Rettungsassistent, Fahrdiensten und häuslicher Pflege. Doch in den zwölf Monaten, die ein Freiwilliges Sozials Jahr (FSJ) für gewöhnlich dauert, eröffnen sich noch viele andere Möglichkeiten: Man kann in Schulen arbeiten, in Kindergärten, als Schulbegleiter für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche und vieles mehr. Das Angebot an Stellen ist groß.

Das FSJ kann zur Orientierung oder zur Überbrückung dienen, man kann ausprobieren, ob das Berufsbild, in das man hineinschnuppert, das richtige ist; es wird nicht selten anerkannt als Praktikum. Wer sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheidet, hat meist eine 39,5-Stunden-Woche, 26 Tage Urlaub und bekommt ein Taschengeld von knapp 400 Euro im Monat. Es gibt Seminare, am Ende ein Arbeitszeugnis. Wer sich nach der Jahrgangsstufe 11 entscheidet, die Schule zu verlassen, kann mit einem anschließenden FSJ seine Fachhochschulreife erlangen.

Ein paar Räume weiter hatten sich kreative Köpfe versammelt: Die Mannheimer Mode- und Grafikdesign-Schule Manuel-Fritz stellte sich vor. Die dreijährige Ausbildung kann man je nach Interesse und Fertigkeit individuell mitgestalten, etwa parallel ein Management-Studium absolvieren oder verschiedene Module wählen. Manuel Fritz und Matthias Löffler stellten die beiden Fachrichtungen vor, verteilten Info-Material. Wer sich dort bewerben möchte, sollte eine Mappe mit Arbeiten zusammenstellen. Darüber hinaus gibt es einen Aufnahmetest.

Die juristischen Berufe und das Jurastudium brachte Dr. Daniel Kaiser, der Leiter des Prüfungsamts der juristsichen Fakultät der Uni Heidelberg, den Schülern näher. Schnell wurde diesen klar, dass das Jurastudium mit sehr viel Fleiß und Disziplin verbunden ist. Auch alternative Studiengänge rund um die Juristerei stellte Kaiser vor.

Auch für diejenigen, die es in die Ferne zieht, die im Ausland Erfahrungen sammeln und ihre Sprachkenntnisse vertiefen wollen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Vom Au Pair bis zu Work and Travel reicht die Pallette, die vom AIFS, dem American Institute For Foreign Study präsentiert wurden. AIFS ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Educational Travel.

Pädagogische Berufe wurden ebenso vorgestellt wie Karrierechancen in der pharmazeutischen Industrie oder bei der Sparkasse. Alexander Kilian berichtete aus der Praxis eines Steuerberaters. Für diejenigen, die sich für das Ingenieurwesen interessierten, gab es gleich zwei Angebote.

Der Vortrag über eine Laufbahn bei der Polizei fiel aus – sehr zum Leidwesen von Alex Bauer und Tim Luther, die sich umfassend hatten informieren wollen.

(c) Echo Online 22.01.2018