Am Starkenburg-Gymnasium wird gezeigt, wie spannender Unterricht aussieht

Am Starkenburg-Gymnasium wird gezeigt, wie spannender Unterricht aussieht

Schwungvolle Rhythmen der Big Band unter der Leitung von Bernhard Godbersen eröffneten am Samstagvormittag den Tag der offenen Tür im Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium. Großer Andrang herrschte im Atrium, als das Schulleitungsteam – Katja Eicke, Gabriele Vogel und Christiane Wüstner – die Mädchen und Jungen mit ihren Eltern begrüßte, die vor der Wahl stehen, welche Schule sie nach den Sommerferien besuchen: Zwei Tage vorher hatte es bereits einen Infoabend für die Eltern der künftigen Fünftklässler gegeben.

Mit einer eindrucksvollen Pantomime unterhielten die Mitglieder der Kurse im „Darstellenden Spiel“ die Anwesenden: Ganz in Schwarz mit roten Nasen waren sie gekleidet, zeigten am Ende auf das Leitmotiv der Schule. „Fest stehen. Zusammen wachsen. Weiter denken.“

Und dann ging sie los, die Entdeckungsreise durch die Schule. Viel gab es zu entdecken. Man konnte auf eigene Faust alles erobern oder sich unter fachkundiger Anleitung führen lassen. In den unterschiedlichen Fachräumen hatten Lehrer und Schüler allerlei Interessantes zu präsentieren. Bei Erdkunde-Lehrerin Christine Lückmann konnte man selbst einen Kompass bauen – was dem ein oder anderen die Orientierung im Schulgebäude vielleicht erleichtern würde. Man begab sich auf die Spuren der Entdecker und konnte einen Globus selbst beschriften – ups, da lag auf einmal Deutschland neben der Türkei. Am Tisch nebenan wurde ein Erdbeben simuliert, aus einer waagrecht aufgehängten Wasserflasche wurde dabei ein funktionierender Seismograf. Spannend!

Die Deutschlehrer stellten vor, was man im Unterricht der 5. und 6. Klasse so alles machen kann: Da standen Lesekisten aus Schuhkartons, Schüler präsentierten auf Plakaten Buchbesprechungen. Am Smartboard lief ein selbstgedrehter Film und die AG „Kreatives Schreiben“ zeigte Exponate.

Dr. Bernhard Lang mischte Licht. Amelie lernte, dass rotes und grünes Licht gemischt gelbes Licht ergibt. Im anderen Physiksaal wurden Stromkreise gebaut und Musik mit Wassergläsern gemacht. Ein paar Türen weiter wurde beim Schulsanitätsdienst Blutdruck gemessen. Wie man im Mittelalter oder im alten Ägypten schrieb, lernte man bei den Geschichtslehrern. Viel zum Staunen gab es auch im Chemiesaal. Eindrucksvolle Objekte von Kunstschülern konnten bewundert werden, das Lampedusa-Kreuz wurde von den Fachbereichen Religion und Ethik ausgestellt.

Wer eine weiterführende Schule besuchen möchte, aber die deutsche Sprache noch nicht in ausreichendem Maße beherrscht, der hat die Möglichkeit, die Intensivklasse zu besuchen. Christian Schickerling, Petra Treek und Christine Stahl kümmern sich hier um Jugendliche zwischen elf und 17 Jahren. Der 15-jährige Bashar aus Syrien zeigte, was im Unterricht so alles gemacht wird.

Man bleibt bei G9 im Starkenburg-Gymnasium und legt großen Wert auf digitale Bildung. Aber auch der kritische Umgang mit Medien steht auf dem Lehrplan. Das Fächerangebot in der Oberstufe ist breit gestreut. Für alle Altersstufen gibt es ein attraktives AG-Angebot. Darüber hinaus bietet das Starkenburg-Gymnasium eine kostenfreie, gut organisierte Nachmittagsbetreuung mit zahlreichen Förderangeboten.

(c) Echo Online 30.01.2018