Starkenburg-Schüler besuchen das Europaparlament in Straßburg und schnuppern europäische Luft

Starkenburg-Schüler besuchen das Europaparlament in Straßburg und schnuppern europäische Luft

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Starkenburg-Gymnasiums besuchten unter der Leitung des Politik-Lehrers Timo Wesp das Europaparlament in Straßburg und nahmen an einer Plenarsitzung teil. Das Thema der Plenardebatte mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenković war die Zukunft Kroatiens in der Europäischen Union. Der kroatische Ministerpräsident warb aktiv dafür, wie wichtig Europa für Kroatien sei und er eine Zukunft Kroatiens in der europäischen Union sehen würde.

Für die Starkenburg-Schüler war es beeindruckend, einerseits einen Spitzenpolitiker wie Andrej Plenković live zu erleben und andererseits die Rolle der Abgeordneten des europäischen Parlaments während einer Plenardebatte zu beobachten. Es faszinierte sie auch, dass die Reden simultan in 28 verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Davon machten einige Schüler Gebrauch und verfolgten die Debatte in einer der europäischen Landessprachen. Ein weiterer Unterschied im Vergleich zum Deutschen Bundestag oder einem der Landtage besteht darin, dass der Redner im Europaparlament vom Sitzplatz aus spricht und nicht an das Rednerpult vorgeht. Noch interessanter für die Schüler war es, die Abgeordneten bei den verschiedenen Abstimmungen zu beobachten. Dabei orientierten sich diese an dem Handzeichen des jeweiligen Fraktionsgeschäftsführers. Bei namentlichen Abstimmungen drücken die Abgeordneten einen grünen Knopf für Zustimmung und einen roten Knopf für Ablehnung des Antrags. Die Ergebnisse werden direkt nach der Abstimmung auf der digitalen Anzeigetafel über den Köpfen des Präsidiums angezeigt.

Nach dem Besuch der Plenardebatte stand ein Gespräch mit dem hessischen Europaparlamentarier Michael Gahler auf dem Programm. Hierbei hatten die Schüler die Gelegenheit, direkte Fragen zu den parlamentarischen Abläufen sowie zur gemeinsamen europäischen Politik zu stellen. Neben dem parlamentarischen Betrieb stand die Zukunft Europas im Zentrum der Debatte. Gahler zeigte den Schülern die Bedeutung der Europäischen Union für die Lebenswelt der Schüler auf. In jedem Supermarkt in der EU garantieren europäische Lebensmittelstandards einerseits Qualität der Produkte und andererseits die Transparenz für die Verbraucher. „Unseren wirtschaftlichen Wohlstand haben wir dem europäischen Binnenmarkt zu verdanken. Wir müssen dafür sorgen, dass dieser aufrechterhalten wird und die Europakritiker nicht das Europa zerstören, von dem wir alle, insbesondere die jungen Menschen, profitieren!“, so Gahler. Wenn die angehenden Abiturienten nach dem Abitur studieren möchten, könnten sie als Nutznießer der zahlreichen europäischen Förderprogramme einige Semester im europäischen Ausland verbringen. Aber auch die Anerkennung der europäischen Abschlüsse bringe viele Vorteile, äußerte sich Michael Gahler. „Für euch ist es selbstverständlich, dass ihr mit dem Euro überall bezahlen könnt und nicht die Währung tauschen müsst. Telefonieren aus dem Urlaub in Spanien und Italien ohne Roaming-Gebühren ist problemlos möglich. – Mir ist es wichtig, dass ihr die Bedeutung von Europa für euer Leben kennt und darüber auch mit euren Freunden sprecht“, sagte Gahler abschließend.

Politik-Lehrer Timo Wesp bedankte sich bei Michael Gahler für den Besuch im Europaparlament. „Mir als Politik-Lehrer ist es wichtig, dass die Schüler Politik hautnah erleben können und einen Einblick in die parlamentarische Arbeit des Europaparlaments erhalten. Die Schüler sollen die Bedeutung europäischer Entscheidungen kennen und auch die Vorteile Europas wertschätzen“, äußerte sich Timo Wesp.

Die Schüler zeigten sich ebenfalls mit der Exkursion zufrieden. „Es war interessanter Tag, und wir haben einmal jenseits der Theorie einen Einblick in die Arbeitsweise des Europarlaments erhalten. Auch das Gespräch mit Herrn Gahler war interessant. Dadurch konnten wir einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben eines Abgeordneten gewinnen. Ich finde es wichtig, dass wir in der Schule solche Exkursionen durchführen“, sagt der Schüler Ben Göbel.

Im Anschluss an den Besuch des Europaparlaments hatten die Schüler noch die Gelegenheit, einige der Sehenswürdigkeiten Straßburgs zu besuchen.