Der große Wurf der Frisbeez

Der große Wurf der Frisbeez

Als deutsche Meister kommen die beiden Jugend-Teams der Heppie Frisbeez aus Potsdam zurück.

FRISBEE Beide Heppenheimer Nachwuchsmannschaften werden in Potsdam deutscher Meister

HEPPENHEIM – Als deutsche Titelträger kamen die beiden Jugendmannschaften der Heppie Frisbeez jetzt aus Potsdam zurück. Sowohl die U 14 als auch die U 17 gaben während der gesamten Jugend-Ultimate-Meisterschaft Indoor kein Spiel ab.

Heppenheimer sind technisch super ausgebildet

Starker Siegeswille, viel Spaß und die Motivation zu gewinnen machten den Unterschied zu den Konkurrenten aus. „Beide Teams haben von Beginn an sehr konzentriert gespielt und ihr Potenzial abgerufen. Der gute Start und der Verlauf des ersten Turniertages hat mich bei der U 14 aber mehr positiv überrascht, da meine Erwartungen dort andere waren. Übers ganze Wochenende gesehen waren es konstante und somit auch reife Leistungen“, lobte Trainer Nils Wehdemeier. Gerade technisch seien die Heppenheimer super ausgebildet und für ihr Alter sehr weit. Das habe den Heppies in den entscheidenden Momenten kluge und gute Wurfentscheidungen ermöglicht. Darüber hinaus seien beide Teams topfit ins Rennen gegangen. Geschlossenheit kompensierte die verletzungsbedingten Ausfälle.

In der Altersklasse U 14 gingen acht Mannschaften an den Start. Die Heppie Frisbeez qualifizierten sich mit Vorrundensiegen über Disckick I Berlin (10:0), Äitschbees Hermannsburg (6:5) und Cologne Colibris Köln (8:4) fürs Halbfinale. Dort trafen sie tags drauf auf die Piratos Karlsruhe. In einem spannenden Match siegten die Heppenheimer 7:4. Im Finale waren erneut die Äitschbees der Gegner. Unter dem Jubel der mitgereisten Fans brachten die Heppenheimer die Meisterschaft mit einem hart umkämpften 5:3-Sieg unter Dach und Fach.

Neun weitere Mannschaften waren in der Altersklasse U 17 neben den Heppie Frisbeez am Start. In der Vorrunde sahen die Gegner der stark aufspielenden Heppenheimer kein Land: Gar 13:0 hieß es gegen Pizza Volante II – der Flugpizza aus Leipzig. Dem Erfolg über den TV Südkamen folgte ein glattes 12:3 gegen UFO Osnabrück und ein spannendes Match gegen die Leipziger Pizza Volante I, welches die Frizbees 8:6 für sich entschieden.

Mit dem 9:5-Halbfinalerfolg gegen die Lions aus Heidelberg standen die Heppenheimer im Endspiel. Und auch hier hieß der Gegner wie schon bei der U14 Äitschbees Hermannsburg. Mit einem 10:4-Erfolg erspielten sich die Heppenheimer die deutsche Meisterschaft – und das, obwohl sich Luca Schemel und Lucas Dippel am Vortag so schwer verletzten, dass sie nicht mehr eingesetzt werden konnten.

Dass der Titel in beiden Altersklassen an die Bergstraße ging, kam überraschend. Denn Trainer Nelson Krüger hatte die Fahrt nach Potsdam nicht mitgemacht, war mit seiner Schulklasse just an diesem Wochenende auf Skifreizeit. Krüger verfolgte die Spiele aber so gut es ging via Whatsapp und war stolz auf die Leistungen. Als Trainer für die U 14 sprang Nils Wehdemeier ein, selbst einst aktiver Spieler in Bad Rappenau. Die U 17 coachte sich an beiden Spieltagen selbst, im Halbfinale und Finale sprang ihnen Wehdemeier zur Seite.

Sichtungstraining in Heppenheim

Am 15./16. September sind in München die Outdoor-Titelkämpfe. Die Qualifaktion ist bereits am 5./6. Mai in Bad Rappenau. Natürlich werden die Heppies dort wieder mit beiden Teams vertreten sein. Zuvor steht aber noch das Sichtungstraining für die deutsche U 17-Nationalmannschaft in Heppenheim am letzten Aprilwochenende an, der „Süd-Tryout“.

U 14: Björn Beuerlein, Kevin Guthmann, Mir Akipsha Hashemi, Owen Lynn, Matteo Meister, Laurin Trost, Nils Wegner sowie ein Spieler aus Heidelberg (Lions): Levi Niestreu

U 17: Pirmin Beuerlein, Lucas Dippel, Maximilian Dippel, Marc Guthmann, Julian Kraus, Liam Schall, Luca Schemel, Jannik Schweden, Louis Trost.

(c) Echo Online 28.03.18