Samba, Swing und Soul mit vier Big Bands

Samba, Swing und Soul mit vier Big Bands

Im Juli 2014 hatte der Rotary-Club Bensheim-Heppenheim zum ersten Bergsträßer Big Band-Slam ins Goethe-Gymnasium eingeladen. Der erfolgreiche Start einer swingenden Tour durch die regionale Schullandschaft. Am Sonntag kehrte die Reihe an ihren Ausgangspunkt zurück. Hunderte Gäste wippten im Takt bei dieser ganz besonderen Matinee.

Vier musikalische Großformate aus vier Schulen haben im Pausenhof des Goethe ein dreistündiges Open-Air-Fest inszeniert. Die heimischen Ensembles des Altes Kurfürstliches Gymnasiums, der Geschwister-Scholl-Schule und des Gastgebers wurden von der Formation des Heppenheimer Starkenburg-Gymnasiums flankiert.

Bei 27 Grad im Schatten und mächtigen Brass-Böen von der Bühne erlebte das Publikum nicht nur geballtes musikalisches Talent, sondern auch einen breitgefächerten Mix aus Stilen, Sounds und Besetzungen.

Der Reinerlös kommt einem sozialen Projekt des Rotary-Clubs an der Bergstraße zugute. Außerdem erhalten die Musikfachschaften der beteiligten Schulen eine Spende.

Moderator und Organisator Bert-hold Maurer führte locker durch das Programm aus rund 30 Titeln, darunter vor allem Instrumentalstücke, aber auch einige gesungene Solonummern. Darunter „Hey Jude“ von den Beades und „Valerie“ von Amy Winehouse, die von jungen Damen aus dem Starkenburg-Gymnasium dargeboten wurden. Das Ensemble von Bernhard Godbersen hatte mit „Thriller“ von Michael Jackson auch einen Pop-Klassiker der 80er Jahre im Angebot.

Die Ouvertüre gehörte dem Hausherrn: Die Big Band des Goethe-Gymnasiums unter der Leitung von Profimusiker und Bassist Christoph Victor Kaiser. „Virtual Insanity“ von Jamiroquai war ein groovender Starter, gefolgt von Soulperlen von George Benson und Marvin Gaye („Ain’t no mountain…“) und dem famosen „Birdland“ von der österreichischen Jazz-Legende Joe Zawinul, der unter anderem mit „Weather Report“ berühmt wurde. Den Blick auf den Wetterbericht konnten sich die Rotarier am Sonntag sparen. Die Sonne blieb den Veranstaltern bis zum letzten Takt gewogen.

„Ain’t No Sunshine“ war also nicht zu befürchten. Der Bill-Wit-hers-Song war Opener der GSS-Big Band unter Leitung von Dirk Apfel, die das Publikum mit „Sway“ JPablo B. Ruiz), „Oh Jonny“ von Jan Delay und der Zugabe „Hot Stuff‘ (Donna Summer) in Schwingungen versetzte.

Das Finale gehörte der Big Band des AKG (Leitung: Sonya Hayer-Lenz). Auch diese tolle Formation hatte einige Kracher parat, darunter den Bond-Song „Skyfall“ und „Splanky“ von Neil Hefty. Nach der brasilianischen „One Note Samba“, die ebenso zum Wetter passte, kam mit „Mercy, Mercy, Mercy“ erneut ein Zawinul-Stück zu Gehör, die allerdings vor allem durch die Interpretation von Cannonball Adderley bekannt wurde. Mit dem „Peter Gunn Theme“ verabschiedete sich das AKG in diesen heißen Sonntagnachmittag.

Übrigens, so mancher erinnerte sich: genau wie vor vier Jahren. Mit dem Benefiz-Konzert neigt sich das rotarische Jahr seinem Ende zu: Ende Juni wird der amtierende Präsident Stefaan Vandevelde die Verantwortung an seinen Nachfolger Jan Siefert übergeben.

(C) BA 29. MAI 2018