Abisturm in Heppenheim mit Rasierschaum und Wasserpistolen

Abisturm in Heppenheim mit Rasierschaum und Wasserpistolen

Am Donnerstag war es endlich soweit: Der berühmt-berüchtigte Abisturm 2018 nahm am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium seinen Lauf. Insgesamt 94 Schüler haben im Mai die Prüfungen abgelegt und die Hochschulreife erlangt.

Während sich die meisten Abiturienten erst einmal am nahe gelegenen Bruchsee in Erwartung des turbulenten Ereignisses trafen, um sich umzuziehen sowie sich mit Wasserpistolen und vor allem Rasierschaum einzudecken, war das Abisturmkomitee Luca Gremm, Najma Hashemi, Lea Berghöfer, Maximilian Braag und Anna Samol mit der Organisation beschäftigt.

Samol hatte einen Unimog beschafft, der als Bühne an der Eingangstreppe zum Gymnasium aufgestellt wurde. Schüler der neunten und zehnten Klassen waren ebenfalls in die Vorbereitung eingebunden. Sie kümmerten sich um die Technik und hatten den Unimog mit der nötigen Akustik ausgestattet. So konnten Anna Samol und Maximilian Braag pünktlich um 10.30 Uhr von der Ladefläche des Unimogs per Mikrofon den Befehl erteilen: „Holt die Schüler aus den Klassen“. Nichts lieber als das: Stracks begaben sich ihre Mitschüler in bunten Outfits in die Klassenräume. Ruckzuck wimmelte der ganze Schulhof von Schülern.

Ein erstes Spiel nahm seinen Lauf. Die Klasse 6 c gewann wider Erwarten ein Tauziehen gegen die viel größeren Schüler aus der 9 b. Das Komitee hatte freilich noch viel mehr Spiele vorbereitet, darunter etwa ein Bobbycar-Rennen und einen „Gummiflutscher-Wettkampf“ – aufgestellte Pömpels wurden mit Gummis beschosse

Doch größter Anziehungspunkt war die sogenannte Splashzone: Das Freizeitgelände des Starkenburg-Gymnasiums bot bei den sommerlichen Temperaturen ideale Gelegenheit zum Nassspritzen der Schüler.

Das Komitee hatte mehrere Planschbecken aufgebaut, wo Eimer und Wasserspritzpistolen nachgefüllt werden konnten. Wer sich in deren Nähe wagte, kam garantiert nicht trocken davon. Dröhnende Musik ertönte dazu aus den Lautsprecherboxen am Unimog.

Die Lehrkräfte beobachteten das Geschehen dezent aus dem Hintergrund. Etwaige wagemutige Versuche der Schüler, Lehrer ebenfalls mit Rasierschaum einzuseifen, wurden von den Pädagogen erfolgreich abgewehrt.

Schulleiterin Katja Eicke zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Abisturms 2018. „Sie halten sich größtenteils an die Absprachen“, sagte Eicke. Diese Absprachen konnten natürlich nicht verhindern, dass Papierschnipsel, Luftschlangen und Toilettenpapier die Eingangshalle des Schulgebäudes zierten.

(C) Echo 08.06.18