Bericht über den Schüleraustausch

Bericht über den Schüleraustausch

Der Schüleraustausch am Starkenburg-Gymnasium fand in diesem Jahr zum 42. Mal statt. Da der Auftakt der diesjährigen Begegnung der Besuch der Franzosen in Heppenheim war, waren sich die Schüler beim Gegenbesuch in Le Chesnay schon bekannt und die Vorfreude war beiderseits entsprechend groß. Als der Bus sich seinem Ziel, dem Schulhof des Collège Charles Péguy in Le Chesnay, näherte, kamen schon die ersten französischen Schüler winkend entgegengelaufen. Nach einem kleinen Begrüßungszeremoniell in der schuleigenen Kantine begann eine durchgehend sonnige Woche voller neuer Eindrücke.

Am ersten Tag nach der Anreise wurde die unmittelbare Umgebung mit einem Spaziergang in die Innerstadt von Versailles erkundet. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck vom Selbstverständnis des absolutistischen Frankreich unter Louis XIV und dem wahr gewordenen architektonischen Traum des Sonnenkönigs gewinnen: auf dem Programm stand ein Besuch des Schlosses von Versailles, der durch ein gemeinsames Picknick im Schlosspark gekrönt wurde.

Das Programm des diesjährigen Schüleraustausches erlaubte den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern außerdem nicht nur Einblicke in den französischen Alltag (Familienleben, Schulsystem), sondern auch in das luxuriöse Pariser Stadtleben der Jahrhundertwende, denn auf dem Programm des ersten Paris-Tages stand neben dem Besuch des Musée Jacquemart-André auch eine Shopping-Freizeit in dem beeindruckenden Modekaufhaus Galéries Lafayette, berühmt für seine Jugendstilarchitektur. Das Musée Jacquemart-André ist das ehemalige Palais eines reichen Pariser Bankiers, in dem sich nicht nur eine eindrucksvolle Sammlung von Kunstwerken der italienischen Renaissance befindet, die der Eigentümer zusammen mit seiner Ehefrau auf zahlreichen Reisen zusammengetragen hat, sondern in dem der Besucher auch noch die original möblierten Räumlichkeiten vorfindet, in denen das gesellschaftliche Leben der Jahrhundertwende sinnlich erfahrbar wird. Das Thema „Jahrhundertwende“ wurde dann am zweiten Paris-Tag mit einem geführten Besuch der Pariser Oper, der Opéra Garnier, fortgesetzt, wo die Schüler das Glück hatten, einer Probe für eine Inszenierung modernen Tanztheaters zusehen zu können.

Weitere Höhepunkte des Parisbesuches waren ein Besuch des Künstlerviertels Montmartre mit viel Zeit zum Bummeln und eine Fahrt mit dem Bateau mouche auf der Seine vor der eindrucksvollen Kulisse des Pariser Uferpanoramas. Höhepunkt im doppelten Wortsinn des zweiten Ausflugtages nach Paris (zugleich der letzte Tag vor der Abreise) war dann für alle der Blick vom Eiffelturm auf die Stadt bei schönstem Wetter und klarster Sicht.

In ihren Gastfamilien konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkenntnisse erproben und bei individuell durch die Gastfamilien gestalteten Wochenendaktivitäten weiter intensivieren. Auch ein Schulbesuch mit einem gemeinsamen Essen in der schuleigenen Kantine brachte weitere Einblicke in den französischen Alltag und bei einem deutsch-französisch gemischten Frisbeeturnier konnten alle Schülerinnen und Schüler ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Nach einer ereignisreichen, harmonischen Woche trennten sich die Austauschpartner gut gelaunt, viele mit dem festen Vorsatz, Kontakt zu halten oder, besser noch, sich bald wiederzusehen.