Projektwoche am SGH

Projektwoche am SGH

Schüler des Starkenburg-Gymnasiums stellen vor, was sie in der Projektwoche erlebt und erarbeitet haben.

Wenn die großen Ferien nahen, ist mit den Schulkindern nicht mehr allzu viel anzufangen. Es sei denn, eine Projektwoche steht kurz vor der Zeugnisausgabe auf dem Stundenplan. Am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium stellten die Schüler am Donnerstagnachmittag vor, was sie in den zurückliegenden vier Tagen so alles erlebt und veranstaltet haben. Im Foyer startete der bunte Nachmittag mit Präsentationen des Salsa- und des Cheerleading-Projektes.

Dann ging sie los, die Safari durch das Schulhaus. Kulinarisches gab es im ersten Stockwerk ebenso zu entdecken wie interessante Häkel- und Strickarbeiten, wie etwa das stolz ums Haupt getragene rosafarbene Stirnband einer männlichen „Strickliesel“. Mit Grußkarten für alle Anlässe konnte man sich in einem anderen Klassensaal eindecken. Ob Geburtstagskarte, Weihnachtsgruß oder einfach nur ein schönes Motiv – die Auswahl war riesig.

Aus Samenbomben soll Bienenfutter sprießen

Tolle Decken, Kissen und andere Werkstücke sind im Patchwork-Projekt während der Woche entstanden. Die elf Mädchen waren allerdings alle schon näherfahren und brachten ihre eigenen Nähmaschinen mit in die Schule. In einem anderen Raum wurden Zelte aufgebaut – zur Freude der Schulleitung und des Hausmeisters verzichtete die Gruppe auf das Einschlagen von Heringen. Bilder erzählten von den vergangenen Tagen, an denen draußen gezeltet und sich selbst versorgt wurde – ein kleiner Vorgeschmack auf den bevorstehenden Sommerurlaub.

Nicht auf der Liste stand das Projekt, zu dem sich einige Schüler am Donnerstag kurzerhand entschlossen: Sie nutzten das Smartboard, um die WM-Partie zwischen Dänemark und Australien zu schauen.

Hammer und Nägel waren die Grundlage für fantasievolle Fadenbilder: Nägel wurden in ein Brett geschlagen, und durch das Spannen von Fäden oder Wolle entstanden Motive vom Einhorn bis zur Weltkarte. Diejenigen, die gerne kreativ sind und geometrische Formen mögen, waren im nächsten Projekt richtig: Farbenfrohe, selbst kreierte Mandalas konnte man hier bewundern oder Burgen-Gemälde, die aus Drei- und Vierecken erschaffen wurden.

Kritisch mit dem Wohlergehen von Tieren setzte man sich im Tierschutzprojekt auseinander. Nicht nur die Massentierhaltung war Thema, man besuchte unter anderem auch einen Gnadenhof. Sportlich ging es bei zahlreichen Projekten zu: Tennis wurde auf der Anlage des TC BW Heppenheim gespielt – Lehrer und Schüler unterrichteten Anfänger und Fortgeschrittene. Ein cooler Film gab Einblicke in eine heiße Woche mit viel Spaß und Bewegung. Andere Gruppen fuhren vier Tage lang mit dem Fahrrad durch die Gegend, betrieben Outdoor-Sport oder Badminton.

Tüftler waren gefragt beim Bauen von intelligenten Gefährten mit Lego Mindstorms. Andere schlaue Köpfe beschäftigten sich mit Astronomie und Raumfahrt oder begaben sich auf die Spuren der Römer. An Politik Interessierte setzten sich mit der hessischen Landtagswahl 2018 auseinander oder übten die hohe Kunst des Debattierens. Beim Französisch-Projekt gab es – naturelement – frische Crêpes. Darüber hinaus stellten die Schüler allerlei interessante Ausflugsziele im Nachbarland vor.

Mit dem Bienensterben beschäftigte sich eine weitere Gruppe Schüler. Hier konnte man selbst gemachte „Seedbombs“ erwerben: Erde wurde unter anderem mit Luzerne-Samen versetzt und zu einer Kugel geformt. So kann man im heimischen Garten den Bienen den Tisch decken.

„Des Kaisers neue Kleider“ wurden in der Aula aufgeführt. Beeindruckend, wie die Mädchen und Jungen in so kurzer Zeit ein Theaterstück mit origineller Choreographie einstudiert en. Im Musiksaal stellte die Schulband ihr Können unter Beweis. Hier war der Name Programm: Heavy 11.

(c) Echo 22.06.18