Kreativität kontra Komasaufen

Kreativität kontra Komasaufen

Drei Schüler des Heppenheimer Starkenburg-Gymnasiums schneiden beim Malwettbewerb „bunt statt blau“ gut ab.

Dem sogenannten Komasaufen unter Jugendlichen will die Krankenkasse DAK entgegenwirken, weshalb sie seit neun Jahren den Malwettbewerb „bunt statt blau“ ausschreibt. Dieses Jahr haben in Hessen insgesamt 8000 Schüler teilgenommen.
Auf den vorderen Plätzen sind Anna Rothermel (Platz 8), Toni Silbermann (Platz 9) und Selja Lemke vom Starkenburg-Gymnasium gelandet. Letztgenannte bekam einen Sonderpreis; sie war in Begleitung ihres Kunstlehrers Axel von Studnitz zur großen Preisverleihung in Fulda eingeladen und bekam dort 50 Euro überreicht.
Robert Gahler, DAK-Geschäftsstellenleiter in Bensheim, überreichte jetzt in der Eingangshalle des Gymnasiums Geschenke und Urkunden an die Gewinner. Die Ehrung fand im Beisein ihrer Klassenkameraden statt, die sich mit ihnen freuten und Applaus spendeten. Studienleiterin Gabriele Vogel durfte eine Urkunde als Auszeichnung für die Schule entgegennehmen. Sie lobte die Leistung der Schüler und freute sich, dass Schüler des Starkenburg-Gymnasiums zum wiederholten Male bei dem Wettbewerb erfolgreich waren.
Gahler zeigte sich von der Zahl gleich dreier Siegerbilder in einer Schule begeistert. Immer noch zu viele Kinder und Jugendliche kämen mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus und erführen einen schweren Leidensweg. Er ließ die Schüler der 9. und 12. Jahrgangsstufen schätzen, wie viele bundesweit jährlich ins Krankenhaus eingeliefert würden. Zahlen von „2000“ bis „10 000“ waren die Antwort. „Das ist die Zahl, wo wir hinkommen möchten“, sagte Gahler. Tatsächlich seien es mehr als doppelt so viele.
Schirmherrin der Präventionskampagne für den Kreis Bergstraße ist Dezernentin Diana Stolz. Gahler erklärte, dass an vielen Schulen im Kreis Bergstraße das Thema Teil des Unterrichts sei. „Die Lehrkräfte nehmen das Thema ‚bunt statt blau‘ gut an, zumal wir ein umfangreiches Informationspaket liefern“, sagte Gahler. Tatsächlich seien die Zahlen beim regelmäßigen Alkoholkonsum rückläufig, jedoch nicht beim exzessiven Konsum. Erstmals stiegen im Jahr 2016 seit 2012 die Zahlen. Bundesweit kamen 22 133 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, 1,9 Prozent mehr als 2015.
(c) Echo-Online 26.10.2018