Judith Blessing und Frederic Müller bei der Bundesolympiade der russischen Sprache und Kultur in Bremen

Judith Blessing und Frederic Müller bei der Bundesolympiade der russischen Sprache und Kultur in Bremen

Im Dezember 2016 hatten sie die ersten Plätze bei der hessischen Russischolympiade in Heppenheim belegt – deshalb durften Judith Blessing (Jahrgangsstufe 11) und Frederic Müller (Jahrgangsstufe 12) nun das Bundesland Hessen auf der Bundesolympiade der russischen Sprache und Kultur in Bremen vertreten.

Vom 28.11. bis 01.12. nahmen die beiden Olympioniken zusammen mit weiteren achtzig Russischlernenden aus vierzehn Bundesländern an dem Wettbewerb teil. An drei Tagen stellte man sich Lese- und Hörverstehensprüfungen, erstellte Präsentationen in russischer Sprache bis in die tiefe Nacht hinein. Daneben wurde gesungen, getanzt, dem russischen Chor gelauscht. Auf Musemsbesuchen wurden die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erkundet.

Die Bekanntschaft und der Austausch mit Russischlernenden aus anderen Bundesländern empfanden Judith und Frederic als große Bereicherung des Wettbewerbs. Die Schülerzahlen von Russischlernern sind in vielen Bundesländern eher rückläufig. Deshalb ist die Landes- wie die Bundesolympiade ein wichtiger Baustein, um die Verbundenheit mit dieser noch immer als „exotisch“ empfundenen Sprache lebendig werden zu lassen. Dies setzt auch Anstrengung und Engagement voraus.

Wenngleich ohne Medaillen, kehrten die Olympioniken durchaus glücklich und mit lebendigen Eindrücken zurück. Die Urkunde als Anerkennung hält in Erinnerung, dass Dabeisein, Mitmachen, Mithalten mit den anderen eine große Leistung ist.

Für Judith und Frederic ist Russisch kein Neuland. Sie lernen im vierten bzw. fünften Lernjahr Russisch am Starkenburg-Gymnasium und haben auch schon am Schüleraustausch mit Sankt Petersburg teilgenommen. Beide kommen ins Schwärmen, wenn sie von ihren Erlebnissen sprechen. Zu seinen Erfahrungen während der Bundesolympiade gefragt, antwortet Frederic ganz gelassen: „Ich wusste zeitweise nicht mehr, ob ich noch in Deutschland oder schon in Russland bin“.