Die ersten Schritte auf der Karriereleiter

Die ersten Schritte auf der Karriereleiter

„Wege ins Management“ – so lautet eine Veranstaltungsreihe der Rotarier Bensheim-Heppenheim für die Schüler der Jahrgangsstufe 11 und 12. Zum Abschluss der Reihe wurden nun im Starkenburg-Gymnasium durch den Präsidenten der Rotarier Bensheim-Heppenheim, Jan Siefert, Urkunden an die Schüler überreicht.

Insgesamt fünf weiterführende Schulen im Kreis Bergstraße hatten an dem Projekt teilgenommen. Das Ziel: Die Schüler erhalten dadurch Einblick in die Managementarbeit, „die sehr vielfältig sein kann“, wie Siefert sagte. Mehr als 20 Schüler des Starkenburg-Gymnasiums hatten an dem Projekt des Rotary-Clubs teilgenommen. Führungspersönlichkeiten unter den Rotariern, darunter auch der frühere Landrat Matthias Wilkes, sind im Verlauf des Projekts auf die Schüler zugegangen, eröffneten ihnen Perspektiven oder wirkten beratend.

Siefert würdigte auch die kommissarische Schulleiterin Katja Eicke, indem er den Schülern bei der Urkundenübergabe erklärte, dass auch eine Schulleiterin Managementaufgaben übernehme. Katja Eicke führe, wenn man die Schüler mit einrechnet, vermutlich ähnlich viele Menschen wie er selbst, stellte Jan Siefert augenzwinkernd fest. Nun ja: Siefert arbeitet für den weltweit größten Hersteller von Dentalprodukten und -technik, ist unlängst zum zweiten Geschäftsführer des Standorts Bensheim berufen, an dem etwa 2300 Mitarbeiter beschäftigt sind. Das Starkenburg-Gymnasium zählt etwa 900 Schüler.

Der Rotarier ist sich im Klaren darüber, dass 16- oder 17-jährige Schüler meistens noch keine Idee haben, in welche Richtung sie beruflich einmal gehen werden. „Sinn und Zweck des Projektes ist es, den Schülern Orientierung anzubieten“, verdeutlichte Siefert im Gespräch mit dieser Zeitung. Wie komme ich ans Ziel, was muss ich dafür tun und welche Ausbildung ist dafür erforderlich, seien häufig gestellte Fragen der Schüler. Die Rotarier wollen dabei helfen, dass Schüler ihre Stärken und Schwächen analysieren und erkennen, welcher Berufsweg am weitesten tragen könnte.

Dies müsse im Übrigen nicht zwingend ein Studium der Betriebswirtschafts- oder Volkswirtschaftslehre sein – dies sei kein Königsweg ins Topmanagement. Wichtiger sei: „Man muss das, was man tut, gerne tun“, betonte der Manager. Wer etwa Kunst studieren will, weil dies sein Metier sei, könne damit genauso in eine Führungsetage gelangen – etwa, indem er einmal die Kunsthalle Mannheim leitet. Wer eine Managementaufgabe anstrebe, müsse sich aber auch bewusst werden, dass man dann im Rampenlicht steht und Verantwortung übernehmen muss. Dass dies kein Zuckerschlecken ist, wird spätestens in einer Krisensituation offensichtlich.

(c) Lampertheimer Zeitung 13.12.2018