Schule zum Mitmachen

Schule zum Mitmachen

Das Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium stellt sich bei einem Tag der offenen Tür Viertklässlern und deren Eltern vor.

„Ich bin genauso gespannt wie sie.“ Herwig Bendl, ab 1. Februar neuer Leiter des Heppenheimer Starkenburg-Gymnasiums, schaute samt Familie beim Tag der offenen Tür schon einmal in der Schule vorbei.

Die Veranstaltung war nicht nur für ihn, sondern auch für zahlreiche Viertklässler und ihre Eltern, eine prima Möglichkeit, die Schule, ihre Angebote, viele Lehrer und Schüler näher kennenzulernen. „Wir können ihnen viel erzählen. Aber fragen sie die Eltern, wie es wirklich ist“, ergänzte Katja Eicke, die in den zurückliegenden Jahren gemeinsam mit Christiane Wüstner und Gabriele Vogel die Schule kommissarisch geführt hat, mit Blick auf den Elternbeirat. Auch der Förderverein und die Schülervertretung informierten die Gäste.
Viel erzählen konnten vor allem die Schüler, die gemeinsam mit ihren Lehrern den Besuchern einen Einblick in alle Fächer gaben, die das Gymnasium anbietet. Die Junior Big Band unter der Leitung von Bernhard Godbersen und alle Kurse des Faches „Darstellendes Spiel“ umrahmten die offizielle Begrüßung: musikalischer Genuss und optischer Hingucker. Dann ging es auf Safari durch das große, moderne Schulgebäude. Manche Kinder wichen dabei zunächst nicht von der Seite der Eltern, andere erforschten alles auf eigene Faust, viele nutzten auch die angebotenen Führungen. Und es gab viel zu entdecken.
Viele Besucher, unter ihnen Eltern, die einst selbst Schüler am Starkenburg-Gymnasium waren, zog es auch zu den Fächern Politik und Wirtschaft (PoWi) sowie Geschichte oder Informatik. Wie ein Gesetz entsteht, konnte man in PoWi lernen. Geschichte präsentierte sich zum Anfassen: Wer wollte, konnte wie anno dazumal mit Federkielen schreiben. Die Informatiker wussten alles zur Medienerziehung am Starkenburg-Gymnasium. In den Kunst-Räumen konnte man Werke von Schülern bestaunen oder selbst kreativ tätig werden.

Auch die Sprach-Intensivklasse, die Bläserklasse, die Theater AG, die Ganztagsbetreuung und der Schulsanitätsdienst stellten sich vor. In der Sporthalle gab’s einen Dritt-Liga-Spieltag im Ultimate Frisbee mit den Heppie Frisbeez zu beobachten, die ihren Ursprung an der Schule haben. (rid)

Das Fach Mathematik stellte sich mit Knobelaufgaben und Gestalten mit dem Zirkel vor. Die Fachschaft Deutsch präsentierte Werke, die Schüler im Unterricht angefertigt haben: Lesekisten, mit viel Herzblut ausstaffiert, ein Frühlingsportfolio mit Bildern, selbst verfassten Geschichten und Interviews, Plakate mit Buchvorstellungen und eine in mühevoller Kleinarbeit gedrehte Lego-Film-Ballade.
Manche Eltern kamen ins Schwitzen, wenn sie im Erdkunde-Raum versuchten, auf dem Smartboard die deutschen Mittelgebirge einzutragen. Wo war doch gleich der Teutoburger Wald? Auf dem Globus ohne Aufschrift fanden sich Australien, Großbritannien und Italien recht schnell. Doch Sierra Leone? Oder Guatemala? Das war schon kniffliger. „Fest stehen“ im Leben, das symbolisierten Spielstationen der Fachschaft Religion und Ethik. Dort konnte man auch ein Papiermodell der Arche Noah bewundern. Die Big Band probte öffentlich, der Unterstufenchor unterhielt mit Liedbeiträgen. Die Englisch-Fachschaft informierte über den West-Bend-Austausch und ließ Mädchen und Jungen in die englische Sprache hineinschnuppern. Auch die Fremdsprachen Russisch und Latein stellten sich vor und machten neugierig auf mehr.
Künftige Forscher bekam man nur schwer von den naturwissenschaftlichen Angeboten weg. In Physik gab’s Versuche zu Oberflächenspannung, Magnetismus und Strom, aber auch Astronomie- und Optik-Experimente. Im Chemiesaal war für jeden Jungforscher die Schutzbrille Pflicht. Etwas verständnislos stand der ein oder andere vor dem Absorptionsspektrum von Methylorange: „Was ist das, Papa?“ „Das lernst du dann hier“, redete sich der Gefragte elegant heraus. Auch wie man Erdöl trennt, erfährt man im Laufe des Schülerlebens. Die aufgebaute Apparatur war jedenfalls beeindruckend. Im Biosaal wachte ein präparierter Storch über allerlei Wissenswertes zu Vögeln und Federn.
(c) Echo 29.01.19