Frühjahrskonzert am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium

Frühjahrskonzert am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium

Das Frühjahrskonzert am Starkenburg-Gymnasium bedient nicht nur eine lieb gewordene Tradition. Es erweist sich auch Jahr für Jahr als beste Gelegenheit, Mitschülern, Geschwistern, Eltern, Großeltern und dem gesamten Kollegium einen Einblick zu geben in die Arbeit der Fachschaft Musik – die endet nicht mit dem regulären Unterricht: In den Arbeitsgemeinschaften geht der Feinschliff erst richtig los.

In diesem Jahr haben Fachsprecherin Sophia Brumby, Karin Trost und Bernhard Godbersen die Auftritte des Unter- und Mittelstufenchors sowie der Bigband vorbereitet. Vor Publikum im voll besetzten Saal zu singen und zu musizieren, war für manch einen jüngeren Musiker eine große Herausforderung – doch die meisterten alle Mitwirkenden selbstbewusst und mit großem Einsatz. Und Freude an der eigenen Leistung hatten sie dabei auch noch.

Zumal das Pensum beachtlich war: Da im aktuellen Schuljahr im Fach Musik weder Wahlpflicht- noch Profilbildungskurs der zehnten Jahrgangsstufe zustande gekommen waren, oblag es diesmal allein den Sängern und den Instrumentalisten, das Programm zu bestreiten.

Fünft- und Sechsklässler bildeten die Mehrheit im Chor von Sophia Brumby: Einstudiert hatten die 22 Mädchen und Jungen ein Medley aus dem Musical „Beauty and the Beast“ – die Schöne und das Biest – von den Textern Howard Ashman und Tim Rice sowie Komponist Alan Menken, am Klavier begleitet von Karin Trost. „Sei hier Gast, unser Gast“ als passendes Begrüßungslied kam textsicher und als spannende Performance daher, da war Bewegung auf der Bühne, auch bei den weiteren Stücken „Belle“ und „Tale as old as Time“, die viel zustimmenden Applaus kassierten.

Den dicken Brocken beim Frühjahrskonzert, ein Mega-Set mit 21 Titeln, stemmten im Anschluss die drei Bigband-Ensembles, die Bernhard Godbersen betreut: Diese sind nach ihren Fertigkeiten und mit Luft nach oben zusammengestellt, sodass Anfängern wie Fortgeschrittenen die Motivation nicht verloren geht und ein tragfähiges Fundament entsteht. Seine Seniors hatte Godbersen ins Rennen geschickt mit einem anspruchsvollen Repertoire, das von Pop bis Swing breit gefächert war. Dass mit François Dressler aus Jahrgangsstufe 11 krankheitsbedingt ein Solotrompeter fehlte, war zwar zu bemerken, aber Spieler und Bandleader hatten aus der Not eine Tugend gemacht und gaben ihr Bestes.

Die Rhythmusgruppe mit Julia Varycheva (Klavier und Gesang), Toni Silbermann (Gitarre) sowie Tom Gruhn und Lars Knapp an Schlagzeug und Percussion hielt die Bläsersätze bestens zusammen, alle Soli kamen auf den Punkt und die Highlights wie der Soulklassiker von Marvin Gaye „I heard it trough the Grapevine“, das tempoforcierte „Sing sing sing“ von Benny Goodman oder die „Bohemian Rhapsody“ von Queen machten ordentlich Furore und wurden entsprechend bejubelt.

Die Junior Bigband der sechsten und siebten Jahrgangsstufe performte neben „Yellow Submarine“ von den Beatles die „Ode an die Freude“, die Europahymne, und als Godbersen seine Baby Bigband, die Fünftklässler, auf die Bühne zitierte, zückten die stolzen Eltern die Smartphones. Mit „Kommt ein Vogel geflogen“, „Wenn ich ein Vöglein wär“ und der „Vogelhochzeit“ heimsten die Youngsters beim Auftritt ihre ersten Lorbeeren ein.

Ihnen das beizubringen, ist für Bernhard Godbersen die „Königsdisziplin“, wie er es seinem Vorgänger Frieder Schneeweiß vor drei Jahren bei dessen Abschied in den Ruhestand ins Stammbuch geschrieben hatte.

(C) Echo Online 20.05.19