Berlinfahrt des SGH

Berlinfahrt des SGH

Vom 23. Bis zum 27. September 2019 fuhren wir, die Schüler der Q1, zusammen mit Frau Ziegler-Zimmermann und Herrn Hentschel  auf Studienfahrt nach Berlin.

Gleich zu Beginn unseres Aufenthalts in der Hauptstadt besuchten wir die Fernsehaufzeichnung „Unter den Linden“ des Senders Phoenix. Im ZDF-Hauptstadtstudio diskutierten Sahra Wagenknecht von der Partei die Linke und Christian Lindner von der FDP über das Thema Klimaschutz und Klimapaket.

Sahra Wagenknecht strebt das Ziel an, den Klimaschutz mit dem Sozialen zu verbinden und in neue Technologien zu investieren, um die soziale Gerechtigkeit zu erhalten.

Christian Linder ist es wichtig, die freiheitliche Lebensweise der Gesellschaft nicht einzuschränken und mit neuen politischen Rahmenbedingungen ebenfalls in zielführende Technologien zu investieren.

Der Besuch im Fernsehstudio war für uns alle sehr bereichernd und informativ und ein wichtiger Teil unserer Fahrt, auf welches sich vieles aufbauen ließ. Es war spannend, einmal hinter die Kulissen einer Fernsehaufzeichnung schauen zu dürfen und Politiker hautnah zu erleben. Auch noch abends in unserer Unterkunft diskutierten wir selbst über das Thema der Sendung und uns wurde klar, dass es in der Politik sehr schwierig ist, Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten zufriedenstellend sind.

An den folgenden Tagen erwartete uns ein facettenreiches Programm mit vielen Eindrücken.

Im „Erlebnis Europa“, einer Einrichtung der Europäischen Kommission, schlüpften wir in die Rolle der Politiker des Europäischen Parlaments und erarbeiteten ein Gesetz zu umweltfreundlichen Kaffee-Bechern. Im Bundesrat bekamen wir eine Führung durch das Gebäude am Potsdamer Platz und schlüpften während eines weiteren Planspiels zur Gesetzgebung in die Rollen der Vertreter der Bundesländer.

Nach einem Vortrag und bei einer Diskussion im Familienministerium über Themen wie die Frauenquote oder Gleichberechtigung gingen unsere Meinungen weit auseinander, was auch nach unserem Besuch zu angeregten Gesprächen führte.

Einen Ausflug in die jüngere Geschichte erlebten wir beim Besuch einer ehemaligen Stasi-Zentrale und in der Ausstellung „Topographie des Terrors“, in welchen es den Besuchern anschaulich ermöglicht wird, sich sowohl in die DDR-Zeit als auch in die Zeit der Hitler-Diktatur zurückzuversetzen.

Am letzten Abend besichtigten wir den Reichstag und waren von der Zuschauertribüne aus bei einer Debatte im Plenarsaal dabei. Anschließend gingen wir auf die Kuppel und hatten einen atemberaubenden Panoramablick über Berlin.

Außerhalb des festen Programms durften wir uns frei in Berlin bewegen und besichtigten beispielsweise die Siegessäule, den Alexander – und Potsdamer Platz, den Berliner Dom und das Brandenburger Tor, wanderten durch das Judendenkmal, an der Berliner Mauer entlang und über den Boulevard der Stars und gönnten uns im Raum der Stille im Brandenburger Tor eine Auszeit vom Trubel der Großstadt und den unzähligen neuen Eindrücken.

An einem Abend machten wir uns in einer Gruppe von sechs Schülerinnen und den Lehrern ins Deutsche Theater auf und sahen eine beeindruckende Inszenierung des Theaterstücks „Zeiten des Aufruhrs“. Die großartige Leistung der Schauspieler hinterließ einen bleibenden Eindruck und  machte diesen Abend zu meinem persönlichen Highlight der wunderschönen Woche in Berlin.

Katharina Lapp