Wertstoffhof Heppenheim – ZAKB

Wertstoffhof Heppenheim – ZAKB

Im Rahmen eines Unterrichtsgangs konnte ein Kurs des Wahlpflichtunterichts Naturwissenschaften (Jg. 10) des Starkenburg Gymnasiums Heppenheim mit ihrer Lehrerin, Frau Wüstner, den Wertstadthof Heppenheim, ZAKB besichtigen. Dort bekamen sie eine interessant Führung über den gesamten Hof von dem Leiter, Herrn Gutknecht.

Am Anfang wurde der gesamte Kurs gewogen, wie jedes Auto bzw. jeder LKW bei der Einfahrt. 650kg brachte der Kurs (11 Personen) auf die Waage. Weiter ging es in den Abgabebereich für privaten Müll, wo zum Beispiel Kunststoffe, Altholz, und Grünschnitt abgegeben werden.

Erst ging es aber zum Altholz, wo wir uns neben einem gewaltigen Holzstapel von ca. 80 Tonnen wiederfanden, dem Ertrag von gerade mal von ein bis zwei Tagen.

Bei der nächsten Station, dem Bauschutt wurde auf eine, den meisten nicht bewusste Problematik hingewiesen. So ist der Bauschutt von Privathaushalten meist mit zum Beispiel Kabeln und Leitungen verunreinigt. Diese haben jedoch nichts in diesem zu suchen und müssen dann händisch aussortiert werden, was sehr teuer und aufwendig ist. Auch werden die Vorschriften zum Wiederverwerten des Bauschutts als Fundament oder ähnliches von Jahr zu Jahr strenger und so die Aussortierung schwere.

Weiter ging es zu dem bereits erwähnten Grünschnitt und dessen Verarbeitung. Das angelieferte Gehölz wird zuerst grob zerkleinert, so dass es sich in drei Gruppen aufteilen lässt. Einmal den Kompost, einem sehr feinen erdähnlichen und sehr nährstoffreichen Produkt, das als Dünger auf die Felder aufgetragen wird. Dann das grobe Häckselgut, welches aus größeren Holzstücken besteht und für das Beheizen des Kreiskrankenhauses in Heppenheim genutzt wird. Und zu guter Letzt eine Zwischenstufe, ein feines Gehölz mit Erdresten, welches in einem großen Heizkraftwerk verbrannt und dort ebenfalls zur Energiegewinnung genutzt wird.

Tagtäglich kommen in der ZAKB auch große Mengen an Plastik und Restmüll an. Der Platikmüll, alleine hat pro Tag ein Gewicht von 24 Tonnen, dieser wird jedoch nicht in der ZAKB weiter verwertet, sondern in externen Anlagen. Der Restmüll wird gleich vor Ort sortiert und nicht erwünschte Inhalte werden aussortiert. Laut Gesetz sollen eigentlich 30 Prozent aussortiert werden, das wird jedoch von den wenigsten Wertstoffhöfen erreicht, in Heppenheim werden etwa 25 Prozent aussortiert.

Mit dieser ausführlichen Führung ist nun allen klarer, was nach der hauseigenen Mülltonne mit dem Müll passiert und warum es wichtig ist, Müll zu vermeiden.