Kommentar zum Distanzunterricht: Neue Konzepte

Kommentar zum Distanzunterricht: Neue Konzepte

Seit zehn Jahren bietet das Starkenburg-Gymnasium Digitalunterricht an. Das ist löblich und aktuell ein großer Vorteil. In vielen anderen Schulen war dies nämlich nicht der Fall. Dort brachte erst die Corona-Pandemie Bewegung ins festgefahrene Bildungssystem. Binnen weniger Tage mussten die Schulen vor Jahresfrist Homeschooling-Konzepte erstellen, Lehrer wie Schüler mussten gehörig improvisieren. Doch bis heute ist das Homeschooling mit Problemen verbunden, da sich viele Schulen immer noch nicht auf dem Niveau des Heppenheimer Gymnasiums befinden. Obendrein sind Grund- und Unterstufenschüler längst nicht mit Elftklässlern gleichzusetzen, da die Kinder noch gar nicht über die notwendige Medienkompetenz verfügen können. Zudem sind die sozialen Kontakte gerade für die jüngeren Jahrgänge von immenser Bedeutung. Jeder Tag ohne Schule im herkömmlichen Sinn wirft die Kinder vielmehr in ihrer Entwicklung zurück, die Folgen werden erst viel später sichtbar werden. Es bedarf deshalb eines ebenso schnellen wie guten Konzepts, das den Jüngsten die Rückkehr in den Präsenzunterricht ermöglicht – ungeachtet der Digitalisierung, die freilich ebenfalls weiter vorangetrieben werden muss.

(C) Echo-Online 30.01.21