Englischer Vorlesewettbewerb am Starkenburg-Gymnasium

Englischer Vorlesewettbewerb am Starkenburg-Gymnasium

Mit dem Wettbewerb für die Fünft- und Sechstklässler des Heppenheimer Gymnasiums soll der Spaß an der Fremdsprache aufrechterhalten werden.

Sechstklässler Sebastian Bauer hat sich beim Vorlesewettbewerb am Starkenburg-Gymnasium gegen seine Kameraden durchgesetzt. (Foto: Arne Schumacher)

Jonas Müller (5a) und Sebastian Bauer (6b) haben die dreiköpfige Jury überzeugt. Die beiden haben sich in einem Vorlesewettbewerb auf Englisch der Fünft- und Sechstklässler des Starkenburg-Gymnasiums im Finale durchgesetzt. Direktorin Katja Eicke überreichte Urkunden und Buchpreise an die Gewinner. Insgesamt gab es 27 Urkunden, weil aus den neun Klassen jeweils die besten drei ausgezeichnet wurden. Die anderen 25 waren in der Endrunde als Unterstützer dabei.

Englischlehrerin Katharina Albinus, Fachsprecherin in dieser Fremdsprache, hatte den Wettbewerb organisiert. Sie strebt an, im nächsten Schuljahr Schüler bis zur Klasse zehn auf diese Weise zu motivieren, möglichst gut die Weltsprache zu beherrschen. Die Spielregeln: Jeder Schüler konnte aus dem Englischbuch einen Text auswählen und daraus drei Minuten lang vorlesen. Dann musste ein unbekannter Text gelesen werden, auf den sich die Schüler 20 Minuten lang vorbereiten konnten. Für die Fünftklässler war „The Case oft the Corner Shop Robbers“ die spannende Lektüre. Für die Sechstklässler hieß es: „Stay out of the Basement“.

„Das soll den Spaß an der Fremdsprache aufrecht erhalten“, sagte die Lehrerin. Sie war erstaunt, wie „betont und sicher“ vorgetragen wurde. Die Leseproben von Jonas und Sebastian während der Preisverleihung bestätigten das. Dabei überraschte Sebastian mit seiner akzentfreien Aussprache. Sein Vorteil: Als Sohn einer US-amerikanischen Mutter und eines deutschen Vaters wird er zweisprachig erzogen.

Das Vorlesen ist eine von mehren Methoden, die Kinder zum Sprechen der Fremdsprache zu bringen. Albinus berichtete, dass moderne Lehrbücher Lektionen mit Rollenspielen enthalten. Theater und Projekte trügen dazu bei, die Sprachfähigkeit zu verbessern. Schüler müssen in Referaten auf Englisch erklären, was in der Tierwelt oder in der Familie vorgeht.

Die Englischlehrerin ist zufrieden mit dem, was sowohl in den unteren Klassen als auch in den Leistungskursen in der Oberstufe des Starkenburg-Gymnasiums im Fach Englisch geleistet wird. Das komme daher, dass die englische Sprache im Alltag der Kinder und Jugendlichen allgegenwärtig ist. Filme und Serien auf den Streaming-Kanälen werden meist in der Originalsprache konsumiert, so, wie die „Generation Harry Potter“ am Anfang des Jahrhunderts die Bücher von Joanne K. Rowling auch ohne Übersetzung verschlungen hat. Schüler und Studenten berichten davon, dass der Online-Unterricht während der Corona-Pandemie in den Fremdsprachen sogar Vorteile hatte. Manche Schüler sprachen vor dem Bildschirm freier und häufiger als im Klassenzimmer. Lehrer und Schüler haben es in anderen Fremdsprachen vergleichsweise schwer. Doch am Starkenburg-Gymnasium versucht die Französischlehrerin Susanne Kubitza seit mehreren Schuljahren, die Schüler mit einem Vorlesewettbewerb für diese Sprache zu begeistern.

Preisverleihungen gehören zu den Ritualen gegen Ende eines jeden Schuljahres. Insofern passten die Zitate aus dem Text, den Jonas vorlas: „Have a great summer, all of you“, sagt der Lehrer Mr. Kingsley. Er gab den Schülern den Rat mit auf in die Sommerferien: „Please be careful, everybody“. Das gilt auch für die Heppenheimer Gymnasiasten.

(C) Echo-Online 03.07.21