Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler des Starkenburg-Gymnasiums, vertreten in der Schulkonferenz, haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen eine gute Schule sein.
Unsere Schülerinnen und Schüler sollen unterstützt und gefördert werden, erwachsene und verantwortliche Menschen und Mitmenschen zu werden.
Deshalb verpflichten wir uns auf die folgenden Grundprinzipien und Grundregeln, die uns als Leitbild für die Zusammenarbeit und das Zusammenleben an unserer Schule dienen.

I. Grundlagen
Jede und jeder von uns besitzt Würde, ist einmalig und unersetzbar. Jede und jeder soll daher Achtung und Anerkennung der anderen erfahren, aber auch Achtung und Anerkennung den anderen entgegenbringen.
Jeder von uns trägt – je nach Alter – Verantwortung und soll daher sein Handeln begründen können. Verantwortung zeigen wir auch durch den Mut, für die eigene Überzeugung und füreinander einzustehen.
Deshalb engagieren wir uns und zeigen Leistung. Dies dient sowohl uns selbst und unserer Selbstverwirklichung als auch dem Wohl der anderen und dem Wohl aller.

Dies bedeutet

  • für die Lehrerinnen und Lehrer, dass sie die Schülerinnen und Schüler als Menschen fördern, selbst Lernende bleiben und ihre Dienstpflichten gewissenhaft erfüllen.
  • für die Schülerinnen und Schüler, dass sie Wissen und Können mehren, dieses für sich und für andere einsetzen und ihr Lernen zunehmend selbst gestalten.
  • für die Eltern, dass sie ihren Kindern Rückhalt sind, sie unterstützen und begleiten und ihnen angemessene Freiräume geben.

Wir sind bestrebt, offene und glaubwürdige Gesprächspartner zu sein, die ehrlich reden, einander zuhören und sich in den anderen hineinversetzen wollen. Deshalb ist uns Toleranz so wichtig, denn so achten wir unsere Mitmenschen, nehmen sie in ihrer Besonderheit und Andersartigkeit an. Wir bemühen uns, ihre Ansichten, Bedürfnisse und Anliegen kennen zu lernen und zu verstehen, ihre Rechte zu wahren und ihre Gefühle zu respektieren. Intolerantes Verhalten nennen wir beim Namen. Wir treten Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegen.
Als Mitglieder der Schulgemeinde verstehen wir uns als Partner und arbeiten vertrauensvoll und ehrlich an gemeinsamen Zielen und Aufgaben zusammen.
Der Umweltschutz ist uns besonders wichtig. Die Achtung vor der Natur und die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen soll unser Verhalten an der Schule prägen.
Wir schätzen privates und öffentliches Eigentum an unserer Schule und pflegen daher Räume und Gegenstände, die uns zur Nutzung bereitgestellt werden.
Aus diesen Leitlinien ergeben sich die folgenden praktischen Regelungen:

II. Grundregeln

1. Jede Art von Gewaltanwendung, Bedrohung, Beleidigung und Diskriminierung ist in unserer Schulgemeinde unzulässig.
Das Beispiel von Eltern, Lehrern und Schülern im Gebrauch einer angemessenen und menschenwürdigen Sprache ist von großer Bedeutung.
2. Generell sind alle Beteiligten aufgerufen, Konflikte offen darzulegen und auf eine friedliche Lösung hinzuarbeiten. Daher haben bei der Regelung von Konflikten an unserer Schule die Methoden der Mediation Vorrang.
Sollten sich die streitenden Personen auch dann nicht einigen können, sollten weitere unparteiische Personen – z.B. Klassenlehrerin oder Klassenlehrer, Vertreter der Schülervertretung – miteinbezogen werden.
Dies gilt nicht nur für Konflikte von Schülerinnen und Schülern untereinander, sondern auch für Konflikte von Lehrern untereinander und mit Eltern. Erst wenn diese Gespräche keine Verständigung ergeben, wird die Schulleiterin
eingeschaltet. Wenn die Situation es erfordert, können auch pädagogische und Ordnungsmaßnahmen angewandt werden (§ 82 Schulgesetz).
3. Gelingender Unterricht ist Sache von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern.
Die Lehrerin/der Lehrer plant interessanten und fachlich weiterführenden Unterricht. Dies und die aktive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler führen zum Erfolg des Schülers. Hierzu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler die nötigen Hilfsmittel mitbringen und ihre Hausaufgaben sorgfältig erledigen. Die Eltern schaffen dazu die erforderlichen häuslichen Voraussetzungen und fördern nach Kräften und dem Alter des Schülers angemessen sein eigenständige Arbeiten.
4. Der Unterricht beginnt und endet für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler pünktlich. Bei jüngeren Schüler/innen wirken die Eltern bei der Erziehung zur Pünktlichkeit mit.
5. Lehrer/innen und ältere Schüler/innen sind zur Aufsicht eingeteilt, um die Sicherheit und Unbeschwertheit der Schüler in den Pausen zu gewährleisten. Deren Dienst ist von allen zu respektieren und zu unterstützen. Gerade im Treppenhaus ist gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich. Herumrennen und Gedränge sind zu vermeiden. Dies gilt auch beim Einkauf in der Cafeteria und beim Einsteigen und Aussteigen in die Busse und aus den Bussen.
6. Besucher/innen der Schule (Gäste, ehemalige Schüler/innen etc.) sind willkommen, müssen sich aber zunächst bei der Schulleitung anmelden.
7. Die Verhaltensregeln für den Brand- und Katastrophenfall sind in den Unterrichtsräumen ausgehängt und müssen im Ernstfall und auch bei Probealarm genauestens befolgt werden.
8. Über die ministeriellen Verordnungen zu Versetzungen, Klassenarbeiten, Beurteilung von Schülerleistungen, Erziehungsmittel und –maßnahmen wird regelmäßig in Elternbriefen und auf den Elternversammlungen informiert.
9. Besondere Regelungen bezüglich Unterricht, Pausen, Ordnung im Schulgebäude, Gesundheit an unserer Schule und Umgang mit elektronischen Medien finden sich in der Schulordnung, die Bestandteil der Schulkultur ist.
Diese Beschreibung der Schulkultur wird jeder Schülerin/jedem Schüler, ihren/seinen Erziehungsberechtigten und den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule ausgehändigt.
Sie bestätigen ihre Kenntnisnahme durch Unterschrift und sind aufgefordert, ihren Teil zu Verwirklichung der Schulkultur beizutragen.
Zu Beginn eines jeden Schuljahres besprechen Klassenlehrer/innen und Tutorinnen/Tutoren die wesentlichen Elemente der Schulkultur mit den Schülerinnen und Schülern altersgemäß und gründlich. Dies halten sie durch einen Vermerk im  Klassenbuch bzw. im Kursheft fest.
Die Schulkonferenz hat den vorliegenden Vereinbarungen zugestimmt.

Sie sind seit dem 31.05.2007 in Kraft.